Das Klima von Kreta









 


Kreta ist eine der südlichsten Region von Europa. Entsprechend ist das Klima auf Kreta im Durchschnitt wärmer als in fast ganz Europa. Auf der größten Insel von Griechenland scheint sehr häufig die Sonne. Die Insel ist eher regenarm. Kreta hat ein typisches Mittelmeerklima. Vor allem die Sommer sind auf heiß und sehr trocken. Die Winter sind mild und deutlich regenreicher.

 

Klimatabelle für die Insel Kreta

  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (Max) 15 16 17 20 24 27 29 29 26 23 20 17
Temperatur (Min) 9 9 10 12 15 19 22 22 19 16 13 11
Temperatur (Meer) 16 15 16 17 18 22 24 25 25 23 20 17
Tage mit Regen 15 14 12 7 4 1 0 0 2 8 11 13

Die Angaben in der Klima-Tabelle Kreta beziehen auch auf die Nordküste (Hauptstadt Heraklion). Das Klima an der Küste ist aber auf Kreta überall ähnlich. Somit gilt die Tabelle in etwa für alle Ortschaften am Meer auf der großen Insel von Griechenland. Auf den hohen Bergen von Kreta (Hochgebirge bis etwa 2.500 Meter) ist das Klima natürlich ganz anders.

Der Frühling auf Kreta (April bis Juni)

Im April ist auf Kreta der Winter meist vorbei. Während die Höchsttemperaturen am Nachmittag im Durchschitt im Winter bei 15 Grad liegen, ist der April mit 20 Grad schon deutlich wärmer. An schönen Tagen sind die Strände bereits gut besucht, das Wasser im Meer ist mit etwa 17 Grad aber noch etwas frisch. Es fällt noch oft Regen, aber über 20 der 30 Apriltage sind durchschnittlich regenfreie Tage mit viel Sonne. Die Landschaft ist nach dem vielen Regen im Winter grün, überall blühen Blumen. Ein Frühling wie im Bilderbuch.

Der Klima auf Kreta im Mai ist ähnlich, aber etwas wärmer. Er regnet im Mai auf Kreta nicht mehr oft. Nur an 4 Tagen im ganzen Monat fallen an der Küste überhaupt Niederschläge. In der zweiten Hälfte des Mais ist das Klima auf Kreta besonders angenehm. Das steigt das Thermometer tagsüber meistens auf über 25 Grad, nachts sinkt es kaum noch unter 15 Grad. Das Meerwasser ist mit 18 bis 19 Grad immer noch eher kühl.

Im Juni wird es immer heißer, manche Tage sind schon sehr heiß. Die meisten Klimaanlagen werden zum ersten Mal eingeschaltet. Das Klima Kretas ist nun  bereits sehr trocken, meist gibt es im Juni fast gar keinen Regen mehr. Selbst in der Nacht fällt die Temperatur an der Mehrzahl der Tage nicht mehr weit unter 20 Grad. Jacken und Pullover werden für den Sommer im Schrank verstaut. Auch nachts genügt meist eine kurze Hose und ein T-Shirt. Die Strände sind im Juni erstmals voll. Die Sonne steht am Mittag wegen der südlichen Lage von Kreta nun fast im Zentrum des Himmels. Man kann sich in sehr kurzer Zeit einen Sonnenbrand holen. Das Wasser ist über 20 Grad warm, aber immer noch kühler als im Oktober. Das Meer wärmt sich im Frühling wesentlich langsamer auf als ein Badesee in Deutschland.

Der Sommer auf Kreta (Juli bis September)

Wie überall am Mittelmeer und in Griechenland ist auch auf Kreta das Klima im Sommer heiß und trocken. Der Juli und der August sind sehr ähnlich. Regen fällt auf Kreta in diesen beiden Monaten in der deutlichen Mehrzahl der Jahre gar nicht. Fast jeder Tag besteht von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang aus blauem Himmel und Sonnenschein. Wolken sieht man meist nur in der Form von kleinen, weißen Schönwetter-Wolken. Oft ist der Himmel aber von Horizont zu Horizont blau. Auch der Sternenhimmel ist beeindruckend. Außerhalb der großen Orte sieht man zum Beispiel das Band der Milchstraße im sternenreichen Himmel deutlich. Oft sieht man mit bloßen Auge auf Kreta mehrere tausend Sterne. Ein für Mitteleuropäer beeidruckendes Schauspiel.

In der Nacht ist das Klima auf Kreta im Juli und August sehr warm. Fast jede Nacht ist eine sogenannte tropische Nacht mit Tiefstwerten über 20 Grad. Tagsüber steigt die Temperatur auf Kreta meist über 30 Grad. Temperaturen von über 35 Grad sind nicht selten. Auch 40 Grad Celsius und mehr gibt es auf Kreta, aber nicht in jedem Sommer. Das Meerwasser ist etwa 25 Grad warm und wird von vielen Touristen als eher zu warm empfunden. Im Augut ist das Wasser leicht wärmer als im Juli, die Lufttemperaturen sind in beiden Monaten fast genau gleich.

Auch der September ist auf Kreta ein Monat mit warmem Klima. In der ersten Hälfte des Monats ist es noch sehr heiß. Tage mit über 30 Grad werden im Laufe des September zunehmend seltener. Regen fällt nach wie vor kaum, in der zweiten Monatshälfte eher als am Anfang des September. Nach dem trockenen Sommer-Klima ist die Landschaft auf Kreta nun braun und ausgetrocknet. Die Wassertemperatur ist immer noch um die 24 Grad.

Der Herbst auf Kreta (Oktober und November)

Allgemein beginnt der Herbst auf Kreta deutlich später als in Deutschland. Der Oktober ist noch ein guter Bademonat, selbst im November kann man an vielen Tagen noch an den Strand gehen. Das Klima im Oktober ist immer noch eher trocken, es gibt aber bereits in diesem Monat etwa 6 Tage mit Regen. Eine typische Temperatur auf Kreta am Nachmittag es etwa 24 Grad, in der Nacht ungefähr 15 bis 18 Grad.

Anfang November verlassen die letzten Touristen Kreta mit den letzten direkten Flügen nach Deutschland und andere Länder. Eigentlich endet die Saison zu früh und vor allem zu abrupt. Das Klima auf Kreta im November kann sehr schön sein. An vielen Tagen ist es noch über 20 Grad warm, nachts fällt das Thermometer selten unter 12 Grad. Regen ist jedoch im November bereits häufig. Etwa an 12 der 30 Novembertage regnet es im Durchschnitt auf Kreta.

Der Winter auf Kreta (Dezember bis März)

Auf Kreta ist der Winter und der Sommer eher lang, die Übergangsjahreszeiten Frühling und Herbst sind eher kurz. In den vier Wintermonaten Dezember bis März fällt auf Kreta viel Regen. Fast jeder zweite Tag ist ein Regentag. Der Frühling startet relativ spät. Der März ist nur um 1-2 Grad wärmer als der Januar. Im Dezember sind die Temperaturen auf Kreta im Durchschnitt höher als im März. An Weihnachten kann das Thermometer am Tag durchaus auf 15 bis 20 Grad stiegen. Auch Weihnachten am Strand in der Badehose gibt es auf Kreta, wenn auch selten. Während in Deutschland die Seen oft zugefroren sind, hat das Meer um Kreta an Weihnachten immer noch eine Temperatur von 18 bis 19 Grad. Das Wasser ist im Februar mit 16 Grad am kältesten. Insgesamt sind die Winter.Klima auf Kreta nicht kalt, aber regenreich.

Durch die schlecht isolierten Häuser und dem Mangel an Heizungen werden die Winter aber oft kalt empfunden. Zentralheizungen gibt es kaum. Wer es sich leisten kann, heizt mit Strom. Fast alle Klimaanlagen können auch als Heizung benutzt werden. Kleine Elektro-Heizung gibt es für 20 bis 30 Euro auf Kreta in fast jedem Supermarkt. Fast jeder auf der Insel kennt die Elektrogeräte unter dem Namen Zomba. Alternativ haben viele Familien einen Holzofen. Nicht wenige Menschen heizen auch gar nicht. Dies ist aber in den wenigen sehr kalten Wochen sehr unangenehm. Oft wird nur ein Zimmer in dem Haus oder der Wohnung beheizt.

 

Klima auf Kreta: regionale Unterschiede

Kretas Berge sind bis zu 2500 Meter hoch. Natürlich ist das Klima in den Bergen deutlich kälter als unten an der Küste. In hohen Lage fällt im Winter viel Schnee. Im Sommer sind alle Berge schneefrei, Gletscher und ähnliches findet man auf Kreta nicht. Es gab sogar vor einigen Jahren auf Kreta in der Nähe der Nida-Hochebene einen Skilift, dieser ist aber nicht mehr in Betrieb. Auf den ganz hohen Gipfels schmilzt der letzte Schnee etwa erst Mitte Juni. Wer im Frühjahr in die Gegend um Chania fährt, kann vom Strand aus die weißen Berge im Hintergrund sehen. Das Klima in den Bergen ist aber auch in anderen Jahreszeiten nicht ungefährlich. Wie in den Alpen sind plötzliche Wetterwechsel eine der Gefahren für Wanderer. Ein schöner Tag kann innerhalb von Minuten zur Hölle werden. Plötzliche Gewitter, starker Regen, Orkane und extremer Nebel sind Beispiele für abrupte Wetterwechsel. Man sollte sich immer vor Wanderungen gut über das Wetter informieren und auf alles vorbereitet sein. Regen und Wind lösen auf Kreta oft Steinschläge aus. Wichtige Straßen sind dann oft mehrere Tage gesperrt, Wanderwege manchmal für Monate.

Nebel auf Kreta mit Sichtweiten zum Teil unter 10 Meter ist sehr gefährlich. Man kommt oft nicht mehr weiter oder verläuft sich. In dem Gebirge Lefka Ori habe ich im Frühling schon oft sehr starken Nebel erlebt. In Omalos habe ich von einem Parkplatz aus eine 5 Meter entfernte Taverne mitten am Tag nicht gesehen. Ich brauchte mehrere Minuten um den Eingang zu finden. Auf der Straße von Chania nach Sougia habe ich auf einer normalen Landstraße die linke Seite der Straße nicht mehr gesehen. Ein Weiterfahren war nur noch mit unter 10 km/h möglich. Trotzdem haben wir Steine und Ziegen auf der Straße einige Male fast zu spät gesehen.

Landkarte Umgebung von Kreta

Ost- und West-Kreta: Allgemein ist der Osten von Kreta etwas wärmer und trockener als der Westen. Die Gegend um Ierapetra und Mirtos hat das wärmste Klima auf Kreta. Es ist aber nur 1-2 Grad wärmer als in anderen Regionen auf der Insel. Auffallend mehr Regen fällt an der kurzen Westküste von Kreta, etwa um Falassana. Hier ist die Landschaft deutlich grüner als im Rest der Insel. Auch der wenige Wald auf Kreta ist vor allem im Westen der Insel.

Nord- und Südkreta: Im Süden der Insel Kreta ist es durchschnittlich etwas wärmer als im Norden von Kreta. Die Unterschiede im Klima sind zwischen Nord und Süd sind aber unter ein Grad. Oft ist das Wetter aber an der Nordküste und der Südküste durch die hohen Berge dazwischen oft sehr verschiedenen.

Wind und Wellen auf Kreta

Meist bläst im Sommer ein Nordwind. In einigen Regionen Kretas ist dann der Wind viel stärker als in anderen. Bekannt für starker Wind im Sommer ist vor allem die Region um Plakias.

Während des häufigen Nordwinds sind die Wellen auf Kreta an der Nordküste oft höher als im Süden. Besonders hoch sind die Wellen nicht selten im Nordwesten, etwa um Falassana und Kissamos. Hohe Wellen sind für Schwimmer und Boote sehr gefährlich. Ab einer gewissen Windstärke und Wellenhöhe können sogar die großen Fähren nach Athen nicht mehr fahren. Dies ist im Winter etwas häufiger der Fall als im Sommer.

Manchmal sind die Wellen auch an der Südküste extrem hoch, besonders bei Südwind. Dann müssen die Fähren zwischen Chora Sfakia, Loutro, der Samaria-Schlucht, Sougia und Paleochora im Hafen bleiben. Der Südwind, oft mit Sand aus der Sahara, wird auf Kreta Scirocco genannt, der besonders im Sommer-Klima häufigere Nordwind heißt Meltemi. In seltenen Fällen wird bei extrem starkem Wind auch der Flugverkehr auf Kreta eingestellt. Die großen Flughäfen auf der Insel Kreta in Heraklion und Chania sind aber selten für mehr als ein paar Stunden gesperrt. Dass man auf Kreta wegen hohen Wellen nicht an den Strand gehen kann, ist jedoch häufig der Fall.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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