Paleochora










 

 

Paleochora ist mit 3.500 Einwohnern der Hauptort des Südwestens von Kreta. Paleochora wurde, wie viele Orte in den 60er und 70er Jahren, von den Hippies entdeckt und hat sich zu einem mittelgroßen Touristenort entwickelt. Der Ort liegt auf einer Halbinsel. Befindet man sich im Ort, kommt man  in östlicher und westlicher Richtung zum Strand. Geht man in südliche Richtung erreicht man das sehenswerte venezianischen Kastell aus dem 13. Jahrhundert. Obwohl der Ort fast zu 100 % auf Tourismus ausgerichtet ist und das ursprüngliche Fischerdorf kaum wiederzuerkennen ist, hat man in Paleochora nicht jede Sünde des Massentourismus begangen. Man hat zumindest auf hässliche,  große Betonklötze weitgehend verzichtet. Der Ortskern wurde weitgehend erhalten. Viele der Urlauber kommen aus Österreich und Deutschland. Neben Ierapetra und Plakias ist Paleochora ein Ort an der Südküste Kretas in dem es etwas Wintertouristen gibt, darunter ein paar Langzeiturlauber. Fühlt man sich im Winter einsam in Kreta, trifft man in "Pale" immer einige nette Menschen.

Pauschal- und Rucksacktouristen halten sich in etwa die Waage. Manche Pauschaltouristen schreckt die große Entfernung zum nächsten Flughafen in Hania ab. Meiner Meinung nach ist Paleochora für 2-3 Tage sehenswert, aber auch gut genug hier einen ganzen Urlaub zu verbringen. Für viele Individualreisende ist der Ort ein Umsteigepunkt für die Strände in der Umgebung oder für die Weiterfahrt mit dem Schiff entlang der Südküste. 

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Urlaubslektüre Paleochora

Ein toller Krimi, der in dem Ort spielt, ist der Roman "Der Hund von Paleochora" von Paul Lingard. Es ist die ideale Einstimmung auf einen Urlaub in "Pale" und ein Muss für alle Palechora-Fans. Mehr dazu hier

Orientierung Paleochora

Wie gesagt, Paleochora ist eine Halbinsel. Der Kern der Kleinstadt ist aber einen Kilometer von der Spitze der Halbinsel entfernt. Fährt man auf der einzigen größeren Straße von Chania in die Stadt, kommt man automatisch in das kleine Stadtzentrum. Kurz vorher erreicht man den kleinen Busbahnhof. Vom Zentrum ist 100 Meter links (Richtung Osten) und 100 Meter rechts (Richtung Westen) das Meer. Selten gehen Urlauber bis an die Spitze der Halbinsel. Dort ist nicht viel mehr als ein unschöner Hafen.

Der andere Hafen ist für Urlauber viel interessanter. Er ist am Ostufer in der  Stadtmitte. Hier fahren die Fähren nach Sougia und Agia Roumeli (Sameria-Schlucht) ab. Neben dem Hafen beginnt eine Stadtpromenade mit Restaurants und Cafes. Diese Promenade wird im Sommer am Abend für Autos gesperrt und somit zur Fußgängerzone. Weiter Richtung Norden am Ostufer (also Richtung Chania) folgt ein guter Kiesstrand.

Kies-Strand in Paleochora

Nach einem weiteren Kilometer entlang am Meer erreicht man den Campingplatz von Paleochora.

Auf der anderen Seite vom Zentrum Palechora ist ein langer Sandstrand, der etwa so lang ist wie der Ort selbst. Dies ist der wichtigste Strand in Paleochora.

Sand-Strand in Paleochora

Hier findet an eine breitere Straße hinter dem Strand. Auf der anderen Straßenseite sind ebenfalls Cafés und Tavernen.

Im sehr kleinen Stadtzentrum sind viele enge Gassen. Die Atmosphäre ist hier trotz der vielen Touristen noch sehr griechisch. Man findet Läden, Bäckereien, Cafés und vieles mehr.

Die Post von Paleochora ist an der Straße, die am Sandstrand entlang geht. Auch einen großen Supermarkt findet man hier. In der Mitte der Stadt sind 2-3 mittelgroße Supermärkte. In Paleochora gibt es Tankstellen und Geldautomaten. Vorsicht, beides gibt es in vielen kleineren Orten in Süd-West Kreta, wie zum Beispiel ist Sougia, nicht.

Ein häufig besuchter Nachbarort ist Sougia. Dorthin kann man Wandern oder mit der Fähre. Mit dem Auto braucht man fast eine Stunde nach Sougia, da die Straße durch die Berge führt. Mehr Infos über Sougia

Sougia eignet sich wie Paleochora als Ausgangspunkt für die bekannte Wanderung durch die Samariaschlucht. Man nimmt den Bus morgens von Paleochora oder Sougia zur Schlucht und am späten Nachmittag, nach der langen, bekannten Wanderung, in Agia Roumeli die Fähre zurück nach Sougia. Diese Fähre fährt weiter nach Paleochora.

In Paleochora gibt es Geldautomaten und Tankstellen, in Sougia und anderen kleinen Orten in der Umgebung gibt es solche wichtige Dinge nicht. Wer nach Sougia weiterfährt sollte unbedingt volltanken und ausreichend Cash abheben.

Im Ort Paleochora, den viele Stammgäste einfach "Pale" nennen, gibt es ein kleines Kino, meines Wissens das einzige an der Südlüste von Kreta. Es hat oft sehr interessante Filme. Alternativ, preiswert und empfehlenswert!

Übernachten Paleochora

Ich fahre seit vielen Jahren fast jedes Jahr für ein paar Tage nach Pale. Früher habe ich oft in der Pension "Anonymous" übernachtet. Einige der preiswertesten Zimmer auf Kreta: Hier gab es selbst in der Saison im Jahr 2013 noch Zimmer um 25 Euro. Es ist ein Anlaufpunkt für Rucksacktouristen in Paleochora. Auch der Campingplatz von Paleochora etwa 25 Minuten zu Fuß außerhalb ist in Ordnung.

Unter den Hotels in Paleochora ist das Aris Hotel in den letzten Jahren mein absoluter Favorit. Geschmackvoll mit Muscheln dekorierte Zimmer, sehr netter Besitzer und günstige Preise, WLAN kostenlos. Das Hotel Aris ist knapp 10 Minuten zu Fuß südlich vom Hafen.

Wer ein Studio-Apparment sucht ist bei Yorgos Studios südlich des Fährhafens gut aufgehoben. Das Yorgos ist eine der wenigen Unterkünfte in Paleochora, das auch einen kleinen Swimming-Pool hat. Diesen teilen sich nur sieben Apartments. Die Aparments haben eine kleine Küche im Zimmer und einen Balkon. Unser Zimmer hatte einen grandiosen Meeresblick. Zum Beispiel im Mai kosten die Studios nur 45 Euro am Tag für 2 Personen. Schnell buchen, Yorgos ist oft ausgebucht.

Wer ein paar Euro mehr ausgeben kann oder in der günstigen Nebensaison Paleochora besucht, möchten wir das nette Glaros Hotel empfehlen. Es ist im Herzen der Stadt, beide Strände und das Zentrum erreicht man in 5 Minuten zu Fuß. Das Glaros Hotel Paleochora hat 16 Zimmer, alle mit Bad, Balkon, Sat-Flachbild-TV, WLAN, Kühlschrank, Klimaanlage, Heizung und Mini-Bar. Positiv fanden wir vor allem den freundlichen Empfang und dem aufmerksamen Service, die Sauberkeit im ganzen Hotel und die moderne Einrichtung. In den Nebensaison kostet ein Zimmer 35 Euro für eine Person oder 45 Euro für zwei Personen (Anfang 2016) inklusive Frühstück. Eigentlich preiswert. Wir werden sicher wiederkommen!

————>>>     Weitere circa 50 Unterkünfte in Paleochora

Essen Paleochora

Man findet in Paleochora einige gute Restaurants. Mein persönliches Stammlokal ist das Third Eye. Wer das griechische Essen nicht mehr sehen kann und etwas anderes, exotisches sucht, ist hier genau richtig. Das Third Eye hat vor allem indische, vegetarische Gerichte. Betrieben wird es von einem sehr netten Griechen namens Eftichis, der viele Jahre in Indien lebte. Es ist nicht weit im Zentrum von Paleochora. Der immer hilfsbereite Eigentümer vermietet auch Zimmer, manchmal spielt im Third Eye eine Live-Band. Die Zimmer sind gut und nicht teuer. Man findet das Third Eye in der Nähe des Sandstrands nicht weit vom Zentrum.

An der Promenade am Ostufer, die am Abend zur Fußgänger-Zone wird, sind mehrere gute Restaurants nebeneinander. Einige haben sowohl italienische Küche (Pizzeria) als auch griechische Küche. Eines davon ist das Portofino. Der Betreiber ist mit einer Frau aus Finnland verheiratet. Die Auswahl auf der Speisekarte ist riesig, trotzdem schmeckt im Portofino alles wunderbar frisch. Zum Beispiel stehen etwa 15 Salate, 25 Pizzas und etwa 20 leckere Nudelgerichte zur Auswahl. Keines der Nudelgerichte und Pizzas kostet mehr als 7,50 Euro. Die Portionen sind recht groß. Großartig ist auch das Schwertfisch-Filet für 7,50 Euro. Mein Favorit unter den Salaten ist der Roquefort-Salat, unter anderem mit Blattsalat, Äpfel und Käse-Sauce. Voraussetzung ist natürlich, dass man den geschmacksintensiven Roquefort-Käse aus Schafsmilch mag.

Zwei Häuser weitere ist das Odyssea. Dieses Restaurant ist ebenfalls preiswert und gut. Auch hier stehen viele Pizzas, Salate und griechische Gerichte zur Auswahl. Die Kritiken im Internet für das Odyssea sind durchweg hervorragend.

Auch an diesem Ufer in der Nachbarschaft ist die empfehlenswerte Taverne Corali mit typisch griechischen Speisen wie Fleisch und Fisch.

Ebenso nicht weit weg ist das Kapitän Dimitris. Vor allem die Salate, der Wein und die Fisch-Gerichte werden im Dimitris oft gelobt. Auf der anderen Seite des Hafens für die Fähren, ebenfalls direkt am Ostufer, hat es uns auch im Caravella gut geschmeckt, typisch griechisch und immer viel los.

In der sogenannten Hauptstraße im Zentrum, in Richtung des in der Nacht wunderschöne beleuchteten Glockenturms der Kirche von Paleochora, ist das Inochos sehr beliebt. Man sitzt in einer Art Fußgängerzone, mitten dem Trubel der belebtesten Straße von Paleochora. Unser Stifado im Inochos war ein Traum. Stifado ist etwa ein griechisches Gulasch mit viel Zwiebel.

Das Veggara ist eine größere Taverne am West-Strand (Sandstrand) von Paleochora. Hier findet man in der Saison oft gute Live-Musik mit Tanzen. Dazu gibt es gutes griechisches Essen. Das Personal verbreitet gute Stimmung.

Wer nur eine Kleinigkeit wie eine Gyros-Pita sucht, kann ins Everest-Food (auch Everestfood geschrieben) gehen. Dies ist ein klassisches Fast-Food-Grill-Restaurant, von denen es in Griechenland so viele gibt. Eine Gyros-Pita mit Fleisch vom Drehspieß kostet bei unserem Besuch Anfang 2016 2,50 Euro. Es gibt zudem ganze Gyros-Portionen auf dem Teller - auch Souvaki, Huhn und anderes, alles für wenig Geld.

Dies waren nur einige Beispiele für Tavernen in Paleochora, die wir kennen, gut finden und die im Zentrum sind. Insgesamt haben wir etwa 30 Restaurants in der kleinen Stadt gezählt.

Trinken Paleochora

Auch die Anzahl der Cafes, Bars und Kneipen in Paleochora liegt mit Sicherheit über 20. Direkt am Fährhafen ist das Cafe Scala nicht zu übersehen. Hier schmeckt mir der Frappe (Eis-Kaffee) besonders gut. Nebenan ist das Vakakis Family, ein Eiscafé und eine Bäckerei mit großer Auswahl. In beiden Gaststätten kann man auf der Terrasse sitzen und dem Leben um den Hafen zuschauen. Im Zentrum, in der sogenannten Hauptstraße findet man zwei traditionelle Kafenios. Beide, die Namen sind Enigma und Agios, sind gut für ein günstiges, kühles Bier, einen Raki oder ein Glas Wein am Tag oder am Abend nach dem Essen. Treffpunkt vieler Deutscher, die in Paleochora leben, ist das Kafenio Cosmogonia (Kosmogonia) etwas weiter hoch Richtung der Kirche, gegenüber der Taverne Inochos (siehe oben bei Essen). Ein großes Bier (0,5 l) kostet in den Kafenios in Paleochora beispielsweie immer noch nur 2,50 Euro (Stand: Jahr 2016). Die in günstiger als in den meisten anderen Orten auf Kreta.

Busse Paleochora

In der Saison etwa 4-5 Verbindungen täglich nach Chania. Zudem gibt es mehrmals pro Woche einen Bus am frühen Morgen zum Eingang der Samaria-Schlucht. Man wandert durch die Schlucht und kommt nach vielen Stunden am Meer an. Hier bringt eine kleine Fähre am frühen Abend die müden Wanderer zurück nach Paleochora. Eine Bus von Paleochora nach Sougia gibt's leider nur am Wochenende (einmal täglich in beide Richtungen). Fahrkarten kann man am kleinen Busbahnhof an der Hauptstraße nach Hania kaufen (etwa 500 Meter vom Zentrum).

Busfahrplan Paleochora:

1. Hania nach Palechora 4.mal pro Tag: 5:15, 8:15, 12;45, 16:00

"Pale" nach Hania: 7:15, 12:00, 15:30, 18:15

Dieser Fahrplan oben gilt an jedem Tag der Woche. Kaum zu glauben, der Bus um 5:15 fährt also auch am Sonntag, ob der schon einmal Fahrgäste hatte? Im Winter gibt es weniger Busverbindungen.

2. Sougia nach Palechora: Samstag und Sonntag um 9:00 Uhr

Paleochora nach Sougia um 17:15, ebenfalls nur am Wochenende

Fahrpreis 4,30 Euro einfach, man ist etwa 1 Stunde unterwegs.

3. Neu sind die Busse nach Elafonisi: Täglich um 10 Uhr hin und um 16 Uhr zurück. Fahrpreis 5 Euro einfach, Fahrzeit 90 Minuten. Man hat also an dem Traumstrand Elafonisi 4,5 Stunden Zeit. Das ist ideal den Strand und die Insel zu erkunden.

4. Paleochora nach Omalos: Jeden Tag um 6:15. Zurück gibt es keinen Bus, den braucht man auch nicht, da man die Schlucht Samaria zu Fuß hinuntergeht und dann von Agia Roumeli die Fähre am Abend nach Palechora zurück nimmt.

Im Winter fahren nur Busse von und nach Chania. Der obige Fahrplan gilt nur für die Saison von Mai bis etwa Oktober.


Karte Paleochora

Fähren Paleochora

Fährschiffe fahren nach Sougia und weiter zum Ausgang der Samaria-Schlucht, nach Agia Roumeli (1 mal täglich in beide Richtungen). Sie fahren täglich morgens (2016 um 8:30)  in die beiden Orte und am Abend zurück nach Paleochora. Die Abfahrt ist nach dem Fahrplan 2016 in Agia Poumeli ist um 17:30, in Sougia circa 18:10. Man kann also genug Zeit einen Tagesausflug mit der Fähre zu unternehmen. Zum Beispiel kann man ein Stück in der Samaria-Schlucht wandern und dann umdrehen. Auch ein Strandtag in Sougia ist keine schlechte Idee.

1-2 mal pro Woche fährt das Boot weiter zur Insel Gavdos (etwa 30 Einwohner). Zudem verbinden kleine Fähren im Rahmen eines Tagesausflugs Paleochora mit Elafonisi, dem vielleicht schönsten Strand Kretas.

In der Reisebüros um den Hafen bekommt man aktuelle Information zu den Schiffen. Im Winter ist der Fähr-Fahrplan deutlich reduziert. Bis Ende März gibt es nur eine Verbindung pro Woche nach Sougia, Agia Roumeli und auf die Insel Gavdos (donnertags, nach Gavdos auch teilweise mittwochs). Die Schiffe nach Elafonisi verkehren nur in der Touristen-Saison. 2015 war die Abfahrt um 10:00 und die Rückfahrt um 16:00. Da die Fahrt etwa eine Stunde dauert, hat man circa 5 Stunden Zeit am schönsten Strand West-Kretas.

 


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