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Säugetiere
Kri-Kri (lat. capra aegagrus cretica) : Das wohl
bekannteste Tier Kretas. Die einzige Wildziegenart Europas gibt es
nur auf Kreta. Die Art wurde fast ausgerottet, heute gibt es
wieder etwa 2500 Exemplare. Diese leben vor allem in der
Samariaschlucht und auf einigen unbewohnten Inseln vor Kreta. Es
ist unklar ob die Ziege in der Frühzeit der kretischen Besiedlung
von Menschen aus der Türkei mitgebracht wurde oder schon länger
auf Kreta lebte. Als Tourist wird man die gestreifte Ziege wohl
kaum zu Gesicht bekommen, da die Tiere sehr scheu sind. Im
Stadtpark von Rethimnon gibt es ein Gehege mit einige Kri-Kris.
Eine andere Bezeichnung für die Ziegenart ist Agrimi.

Kretische Wildkatze (lat. Felis silvestris agrius, gr.
Fourokattos): Die
möglicherweise seltenste Säugetierart Europas. Es gibt
wahrscheinlich nur noch einige Exemplare.

Mönchsrobbe (Monachus Monachus): Sie wurde wie fast
alle Robben auf der Welt lange wegen des Fells gejagt. Die
wenigen übriggebliebenen bis zu 500 kg schweren Mönchsroben
leben heute auf unbewohnten Inseln vor der Südküste
Kretas.
Stachelmaus: Die kretische Stachelmaus (Acomys minous)
ist eine weitere Tierart, die es nur auf Kreta gibt. Sie lebt in
den felsigen Steppengebieten.
Delphine kann man öfters vor Kreta beobachten. Sie
folgen manchmal den Fähren. Wale sieht man selten.
Folgende Säugetiere gibt es in
Griechenland, aber nicht auf Kreta: Füchse (deshalb auch derzeit
wahrscheinlich keine
Tollwut), Wölfe, Rehe, Hirsche, Wildschweine, Gämsen, Steinböcke.
Auf dem Festland leben (speziell in der Region des Olymp) auch Bären.
Folgende weitere Säugetiere
gibt es in Kreta: Mäuse (Feldmäuse und Hausmäuse), Igel,
Ratten, Dachse (eigene Unterart siehe Dachse Kreta), Hasen, Kaninchen, Wiesel, Hermeline, Marder,
Fledermäuse in verschiedenen Arten.
Vögel
Geier: Vor
allem in den Gebirgsregionen
Kretas kann man manchmal Geier kreisen sehen. Sie halten nach Aas
Ausschau. Auch einige Wanderer sollen schon von Geiern
aufgefressen worden sein, nachdem sie in den Bergen von Kreta
verunglückten. Die Hauptmahlzeit der Tiere sind jedoch verendete
Ziegen, Hasen und Schafe. Meist sind es Gänsegeier (heller
Kopf, Gypaetus fulvus),
Bartgeier (schwarzer Kopf, Gypaetus barbatus,
überwiegend in den Weißen
Bergen) sind seltener.
Steinadler
(Aquila chrysaetos, Goldadler) sind gelegentlich zu sehen, sie sind jedoch in Kreta ähnlich
selten wie in den Alpen. An der Südküste zwischen Matala
und Lendas leben Fischadler
(Pandion haliaetus) . Die etwas kleineren Habichtadler
leben wie die Steinadler in den Bergen.
Weitere
interessante Vogelarten auf Kreta sind zum Beispiel: Mäusebussard,
Turmfalke, Eleonorenfalke, Rotkopfwürger, Alpendohle, Rohrdommel,
Steinfuß, Storch, Wachtel, Blässhuhn, Moorhuhn,
Kampfläufer, Stockente, Alpenkrähe, Amsel
verschiedene Ammern, Finken, Spatzen, Tauben und Dohlen.
In der Gegend um Ravdoucha im Nordwesten Kretas leben Milane
(Milvus Milvus).
Ist man im Frühjahr in Kreta kann man
viele Zugvögel auf dem Flug von Afrika nach Europa bei
einem Zwischenstop beobachten. Viele Vogelbeobachter kommen zu
dieser Zeit nach Kreta. Auch Flamingos sind in Kreta
heimisch (die Art des Rosaflamingo: Phoenicopterus ruber)
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Informationen zu Greifvögel auf Kreta
Andere
Sehr bekannt in Kreta ist die vom Aussterben
bedrohte Riesenschildkröte Caretta Caretta. Sie lebt
nicht auf der Insel, sondern die Weibchen legen an einigen
Stränden der Nordküste ihre Eier ab. An den Stränden in der Nähe
von Rethimnon und
Hania gibt es jeden Sommer circa 1000 Nester,
vergraben im Sand der Touristenstrände. Besonders werden die
Schildkröten nachts durch die vielen Lichter der Touristenorte bei
der Eiablage und beim Schlüpfen der Jungtiere gestört. Seit Jahren
kämpfen Umweltschützer für mehr Schutz der Strände vor Menschen
und künstliches Licht gegen Hotels und Regierung. Die Nester
werden häufig von Menschen markiert und abgesperrt. Solche
Maßnahmen sollte man unbedingt sehr ernst nehmen, um die
Schildkröten beim Legen der Eier und Schlüpfen nicht zu stören.
Haie Kreta
Eidechsen sind in Kreta
überall zu finden. Manche Arten wie die grüne Balkaneidechse
werden bis zu 80cm lang. Auch das Chamäleon, das in Europa
recht selten sind, gibt es hier. Im Frühling und Sommer sieht man
überall Schmetterlinge in vielen Arten. Insekten
gibt es auf Kreta in unzähligen Arten. Früher wurde Kreta
häufig von Schwärmen von Heuschrecken heimgesucht. Durch
moderne Bekämpfungsmethoden kommt es heutzutage jedoch nicht mehr
zu Heuschreckenplagen.
Mehr Informationen zu
Schlangen und Skorpione auf Kreta Spinnen Kreta
Ausgestorbene Tiere
In Urzeiten lebten Zwergelefanten (Elephas Creticus) auf Kreta.
Sie erreichten nur etwa die Größe von einem Rind. Auch nur
schweinsgroße Flußpferde (Hippopotamus Creuzbergi) und mindestens
sieben Reh- und Hirscharten lebten auf der Insel. Auch die Rehe
und Hirsche waren zwergenhaft, einige der Arten nur so groß wie ein
Hund. All diese Tiere waren wegen dem Nahrungsmangel im trockenen
Kreta recht klein. Sie hatten auch keine natürlichen Feinde.
Deshalb war Größe und somit Stärke nicht nötig. Sie erreichten Kreta
wahrscheinlich schwimmend oder auf Treibholz. Durch die Ankunft
der ersten Menschen wurden die Tiere schnell ausgerottet. Sie
jagten die arglosen Tiere, die mitgebrachten Hunde töteten den
Rest. Auch durch die letzte Eiszeit sind viele Tierarten
ausgestorben. Genaues über die Ursäugetiere auf Kreta weiß man
nicht. Es wurden bisher nur einzelne Knochen, aber keine ganzen
Skelette gefunden. Die meisten Arten dürfen zwischen 15.000 und
5.000 v.Chr. ausgestorben sein.
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