Der Strand Preveli und das Kloster Preveli









 


Preveli, im Süden von Kreta, konkurriert mit Vai im Nordosten der Insel um den schönsten Palmen-Strand auf Kreta. In Preveli fließt ein kräftiger Fluss in das Libysche Meer. Durch das viele Süsswasser wachsen hier seltene Palmen, was Preveli einen tropischen Flair gibt.

Der berühmte Sandstrand von Preveli ist traumhaft und sauber. Auch im 30 cm bis zu mehreren Metern tiefen Fluss kann man baden. Das aus der Bergen kommende Süßwasser des Flusses Megalopotamos (übersetzt Großer Fluss)  ist etwas kühler und ist im Sommer somit wesentlich erfrischender. Es gibt einige Meter hinter dem Strand eine Bar für Getränke und einfache Snacks mit Toilette.

 

Fast direkt an der Flussmündung kann man Tretboote und Kanus mieten um damit den Fluss hinaufzufahren (45 min für circa 5 Euro). Auch sollte man unbedingt den Weg entlang des Flusses einige hundert Meter unter den Palmen hinaufgehen. Liegestühle und Sonnenschirme werden am Strand vermietet (3 €, 2014).

 

In den 60er bis Anfang der 90er Jahre war Preveli eine der großen Hippie-Hochburgen auf Kreta. Hunderte Aussteiger schliefen am Strand und in der Umgebung. Dann erkannten die griechischen Behörden den Wert von Preveli. Auf Grund von Naturschutz und touristischen kommerziellen Interessen wurden die Hippies vertrieben. Das Übernachten am Strand wurde streng verboten. Einige der Langzeitbewohner von Preveli campen nun weiter oben am Fluss oder haben sich zum Teil sogar dort Hütten gebaut. Diese werden teilweise toleriert, 2013 und 2015 soll es aber einige größere Polizei-Aktionen gegeben haben. Durch ein großes Feuer sind viele der Palmen von Preveli vor einigen Jahren verbrannt. Die großen Pflanzen erholen sich aber größtenteils erstaunlich schnell wieder. Die Samen der Palmenart von Preveli kann man sogar im Internet kaufen.

Eine Übersicht über weitere tolle Strände auf der Insel Kreta findet ihr hier.

Anfahrt mit Bus und Fähre

Mit dem Bus erreicht man Preveli täglich in der Saison mehrmals von Plakias. Von Rethimnon hat man in Plakias im Sommer mehrmals pro Tag  Anschluss an den kleineren Linienbus nach Preveli. Direkte Busverbindungen gibt es nicht mehr. Die Busse von Plakias nach Preveli fahren jeden Wochentag mit dem selben Fahrplan, also auch am Sonntag.

Täglich gibt es Ausflugsboote von Plakias und Agia Galini (etwa 12 - 15 Euro hin und zurück). Die Schiffe fahren am späteren Vormittag nach Preveli und am späteren Nachmittag wieder zurück. Mit den Booten kommt man direkt an den Strand.

Wer mit dem Bus anreist, muss etwa 30 Minuten einen Fußweg mit vielen Treppenstufen hinuntergehen. Der Weg ist gut ausgebaut und sehr interessant. An mehreren Aussichtsplattformen hat man unterwegs einen grandiosen Blick auf die Bucht von Preveli (siehe Foto ganz oben). Mit dem Auto parkt man an einem gebührenpflichtigen Parkplatz (1,50 Euro im Jahr 2015) oberhalb der Bucht und geht denselben Fußweg hinunter. Natürlich gibt es die Fähren, die Busverbindungen, den Kiosk und den Bootsverleih von Preveli nur in der Saison. Diese ist etwas von Mai bis Oktober. Wer z.B. in der Osterferien im April kommt, kann Preveli nur zu Fuß oder mit dem Mietwagen erreichen. Eine Wanderung von Plakias zum Strand oder Kloster (siehe unten) dauert etwa 2,5 bis 3 Stunden einfach.

 

Anfahrt mit dem Mietwagen

Will man von Plakias nach Preveli, nimmt man die Straße nach Rethimno. Kurz nach dem Dorf Lefkogia, nach etwa insgesamt 6 km, ist die Abzweigung nach Preveli auf der rechten Seiten gut ausgeschildert. Von Rethimno fährt man Richtung Plakias und nimmt 6 Kilometer vor Plakias ist selbe Abzweigung auf der linken Seite.

Die Straße nach Preveli endet nach etwa 5 Kilometer am Kloster. Man muss den selben Weg wieder zurücknehmen. Eine Alternative gibt es nicht, zumindest keine andere alphaltierte Straßen.

An dieser Straße ist nach etwa 3 Kilometer eine alte Venezianische Brücke mit der Taverne Gefira. 500 Meter weiter erreicht man die Ruine des zweiten Klosters von Preveli. Kurz vor dem Ende der Straße am großen Parkplatz am eigentlichen Kloster Moni Preveli, ist links ein Kriegerdenkmal. Alle dieser Sehenswürdigkeiten sind weiter unten auf dieser Seite beschrieben.

Umgebungskarte Preveli Beach

Ammoudi ist die Nachbarbucht von Preveli. Beide Buchten sind mit einem Pfad miteinander verbunden (etwa 10 min). In Ammoudi gibt es zwei gute Tavernen und ebenfalls einen schönen und wesentlich ruhigeren Strand. Ammoudi kann mit dem Auto erreicht werden. Der Feldweg ist allerdings sehr schlecht und nicht gut ausgeschildert. Auf der Straße nach Preveli kann  man an der auffälligen alten Venezianischen Brücke in der netten Taverne Gefira nach dem Weg.

Östlich von Preveli in Richtung Agia Galini befindet sich zwei tolle Strände: Triopetra und Agios Pavlos. Mit dem Auto muss man allerdings einige Kilometer einen nicht befestigten Feldweg zum Dorf Drimiskos nehmen. Danach ist die Straße bis Agios Pavlos und Triopetra wieder geteert.

Kloster Preveli (Moni Preveli)

Eigentlich gibt es in Preveli zwei Klöster. Das erste, links von der Straße ist jedoch eine Ruine und seit langer Zeit nicht mehr bewohnt. Diese Kloster-Ruine kann seit etwa 2014 wieder besichtigt werden. Interessanter ist jedoch das zweite Kloster am Ende der Straße. Vor dem Kloster (griechisch Moni) ist ein gigantischer Parkplatz. Kommt man in der Nebensaison, kann man nur erahnen was im Sommer hier los ist.

Man kann die Klosteranlage besichtigen. Der Eintrittspreis war bei unserem Besuch im April 2016 2,50 Euro. Interessant sind unter anderem die Klosterkirche und das kleine Museum von Preveli. Im Museum sieht man alte Bilder, Bücher, Kreuze aus Metall, Geschirr der Mönche und ein Taufbecken aus Marmor. Im Hintergrund hört man griechische Kirchenlieder aus einem Lautsprecher. Die kleine Klosterkirche ist eine typisches, orthodoxes Gotteshaus mit viel Schmuck und Gold. Den Privatbereich der Mönche kann man verständlicherweise nicht besichtigen. In der Kirche und im Museum ist photographieren nicht erlaubt. Es gibt eine Toilette. Neben dem Kloster sind einige Gehege mit verschiedenen Tieren wie Hirsche, Pfaue, Lamas, Ziegen und Ponys. Das heutige Moni Preveli stammt überwiegend aus dem 19. Jahrhundert. An der Stelle stand aber schon viele Jahrhunderte vorher ein Kloster.

Vor einigen Jahren wurde Moni Preveli aufwendig renoviert. Nur einigen Gebäude im hinteren Bereich sehen eher wir Ruinen aus. Die Aussicht vom Moni Preveli auf die Landschaft und das Meer in der Umgebung ist großartig. Man ist knapp 200 Meter über dem Meeresspiegel. Derzeit wird das Kloster nur noch von zwei Mönchen bewohnt. Vor dem Klostereingang gibt es rechts eine kleine Gaststätte, in der es gekühlte Getränke zu kaufen gibt.

Will man von Plakias zum Kloster Preveli wandern, führt der beste Weg über das Dorf Giannou. Man braucht für diese Wanderung etwa 2,5 Stunden einfach. Mit einen normalen Auto ist dieser unbefestigte Fahrweg nicht empfehlenswert. Vom Kloster gibt es keinen Wanderweg zum Strand von Preveli. Man geht auf der Straße (etwa eine Stunde).

Kriegerdenkmal Preveli

Einige hundert Meter vor dem Kloster wurde 2002 ein Kriegerdenkmal, auch Kriegsmahnmal oder Kriegsmahnmal Preveli genannt, errichtet. Das Denkmal erinnert an den Kampf der Mönche und der Alliierten Soldaten gegen die deutsche Besatzung von Kreta im Zweiten Weltkrieg. Soldaten aus Griechenland, Großbritannien, Australien und Neuseeland kämpften in dieser Region von Kreta gegen die Soldaten aus Deutschland.

Brücke von Preveli und Taverne Gefira

Auf der Straße nach Preveli sieht man auf etwa halben Weg zum Kloster links eine alte Brücke. Es ist die in der Region bekannte Venezianische Brücke. Das Bauwerk wurde allerdings erst im 19. Jahrhundert, lange nach der venezianischen Besatzung von Kreta, erbaut. Die alte Brücke von Preveli wurde lediglich im venezianischen Stil errichtet, daher der Name. Neben der tollen, alten Brücke gibt es ein einfache neue Brücke für Autos. Auch Fußgänger überqueren den kleinen Fluss Megapotamos auf der neuen Brücke wesentlich schneller.

Neben der Brücke ist ein kleiner See mit Wasservögel. Die verschiedenen Enten-Arten und Gänse-Arten sind Tiere, die man in Deutschland nicht kennt. Am Seeufer ist eine gute Taverne, in die auch manchmal eine Gans aus dem See zu Besuch kommt.

Die Taverne Gefira ist bei den Einwohnern um Plakias sehr beliebt. Es gibt etwa 10 verschiedene Hauptspeise wir Mousaka, Huhn mit Rosmarie und Lamm. Interessant, nicht nur für Vegetarier, sind die gefüllten Auberginen Sagionares. Auch die Salate am Nachbartisch, wie der Blattsalat mit Walnuss und Balsamico, sahen gut aus. Als Vorspeisen gibt es zum Beispiel Blätterteigtaschen mit Fenchel oder Saganaki-Käse. Man kann im Restaurant Gefira auch nur etwas Trinken, eine Flasche Wasser für den Strand kaufen oder ein Eis essen.


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