Reisen in und nach Kreta

 

Flughäfen

Flughäfen gibt es in Iraklion und Hania. Dort kommen alle Touristen aus dem Ausland an, die mit dem Flugzeug reisen. Es gibt neben den Auslandsflügen noch etwa 5 Flüge täglich von und nach nach Athen und 1-2 in andere griechische Städte. Es gibt zusätzlich einen kleinen Flugplatz für Inlandsflüge in Sitia. Der Ausbau dieses Flugplatzes zu einem dritten großen Flughafen ist seit Jahren geplant, scheint aber derzeit wegen sinkender Touristenzahlen wieder vom Tisch zu sein.

 

 

Fähren von und nach Kreta

Forum: Anreise Kreta

Athen: Es gibt Fähren von Athen nach Iraklion (mind. 2 pro Tag), Chania (2 pro Tag), Rethimnon (mehrmals wöchentlich)  und Agios Nikolaos (mehrmals pro Woche). Fast alle Fähren verkehren in der Nacht. Typische Abfahrtszeiten sind zwischen 20 und 21 Uhr. Die Fähren kommen am nächsten Tag zwischen 5 und 6 Uhr morgens in Kreta an. Die Fähren in die Gegenrichtung haben ähnliche Abfahrtszeiten. Neue Fähren schaffen die Strecke von Athen nach Kreta wesentlich schneller (in etwa 5 Stunden) und fahren zum Teil auch tagsüber. Diese sind allerdings teurer. Typische Preise für eine Deckpassage (ohne Kabine) sind (einfache Fahrt) etwa 30 Euro mit den langsamen Nachtfähren und um 50 Euro für die neuen Schnellfähren. Die Schiffe über Nacht inkl. Bett in Mehrbettkabine kosten ebenfalls etwa 50 Euro. Nach Rethimnon gibt es seit 2008 nur noch Schnellfähren. 

Kykladen: Kreta ist auch von anderen griechischen Inseln mit der Fähre zu erreichen. Im Sommer fährt täglich mindestens ein Katamaran von Kreta nach Santorini, Ios, Paros und Mykonos . Das Schiff fährt am Morgen in Heraklion ab und erreicht nach 2-4 Stunden die Inseln in obiger Reihenfolge. Am Nachmittag fährt die Schnellfähre die gleiche Strecke wieder zurück. Der Spaß ist teuer:  Einfach Fahrt von gut 30 Euro (Santorini) bis etwa 50 Euro (Mykonos). Mit dem etwa 100 km/h schnellen Katamaran können keine Autos transportiert werden. Nach Santorini und Milos gibt es 2-mal pro Woche eine langsamere Autofähre. Diese fährt immer in Sitia und manchmal auch in Heraklion ab.

Dodekanes: 3-mal wöchentlich gibt es alte und günstige Fähren von und nach Rhodos mit Stop auf den beiden östlichen kretischen Nachbarinseln Kassos und Karpathos (bis Rhodos etwa 10 Stunden und 20-25 Euro). .

Gavdos: Zu der kleinen Insel südlich von Kreta fahren im Sommer 3-4 mal wöchentlich Boote (von Hora Sfakion und Paleochora) . Diese Insel (circa 20 Einwohner) ist übrigens der südlichste Punkt Europas.

Tickets gibt es am Hafen oder in vielen Reisebüros ohne Aufschlag. Nur in der absoluten Hauptsaison  sind die Fähren manchmal ausgebucht. Zu dieser Zeit sollte man sich ein Ticket ein paar Tage vorher kaufen.

Wer aus Deutschland aus mit dem Auto anreist, sollte am besten eine Fähre von Italien (Venedig, Triest, Ancona, Bari oder Brindisi) nach Patras nehmen. Auf manchen Fähren gilt das Interrailticket. Der Landweg mit Zug oder Auto über Kroatien, Serbien und Makedonien oder gar über Ungarn / Rumänien / Bulgarien ist  lange und anstrengend.

Straßen

Kreta-Landkarte

Die Nationalstraße ist eine meist vierspurig ausgebaute Überlandstrasse entlang der Nordküste von Hania über Rethimnon nach Iraklion. Diese Straße ist die Hauptverkehrsader auf Kreta. Es gibt keine durchgehende Strasse entlang der Südküste. Wenn man von einem Ort der Südküste zu einem anderen will, muss man somit oft den Umweg über die Nordküste in Kauf nehmen. Dies gilt vor allem für die Strecke von Hora Sfakion nach Paleochora. Es gibt jedoch dort eine Fähre, die die fehlende Straße dort ersetzt.

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Bus

Bus in Kreta

Eisenbahn gibt es auf Kreta nicht. Fast den gesamten Passagierverkehr auf Kreta trägt das staatliche Linienbusunternehmen KTEL. Die Busse sind schnell und meist zuverlässig. Auf den Hauptstrecken gibt es bis zu 2 Busse pro Stunde. Auf manchen Nebenstrecken fährt nur ein Bus pro Tag oder gar nur 1-2 pro Woche. Genaueres kann aus dem Busfahrplan entnommen werden. Busse sind nicht teuer. Eine 100km Busfahrt kostet etwa 8 Euro.  Ist man in einer größeren Stadt mit einem Busbahnhof, kauft man die Fahrkarten dort im Voraus. In einer kleinere Stadt ohne Busbahnhof fragt man nach der Bushaltestelle und winkt wenn der Bus kommt. Jeder Bus hat einen Schaffner bei dem man Fahrkarten kaufen kann. Großes Gepäck verstaut man im Kofferraum, kleineres Gepäck kann man in den Bus mitnehmen. Ist man außerhalb von Ortschaften kann man auch den Bus durch Winkzeichen ohne Bushaltestelle anhalten. Man sollte natürlich an einer Stelle stehen, an der der Bus gefahrlos halten kann. Busse haben keine Toiletten und es herrscht in ganz Griechenland Rauchverbot, was allerdings nicht immer für den Fahrer zu gelten scheint.

Forum: Reisen auf Kreta

Fahrrad 

Die Insel ist sehr bergig und bietet viele kleine Straßen mit wenig Verkehr. Deswegen ist die Insel bei Radfahrern sehr beliebt. Auch Radstars wie das Team Telekom trainieren häufig im Frühjahr auf Kreta. Mehrere 1000 km Straßen gibt es: von Flachetappen bis zu sehr schweren Hochgebirgstouren. 

Buchtipp

Das meines Wissens einzige deutschsprachige Buch über Radfahren auf Kreta. Ausführliche und sehr gute Beschreibung aller wichtigen Strassen mit genauen Steckenprofilen usw. Sehr empfehlenswert!  Wenn Ihr rechts klickt, bekommt Ihr mehr Informationen und könnt das Buch bei Amazon bestellen.

 

Andere

Bimmelbahn auf Kreta

Taxipreise sind im Vergleich zu Deutschland recht niedrig. Ein 100 km Überlandfahrt kostet etwa 60 Euro. Trampen ist in ländlichen Regionen recht einfach und ungefährlicher als in vielen Ländern Europas. Autos und Motorräder kann man fast überall mieten. Mietwagen sind oft bei Internetbuchung günstiger als auf Kreta vor Ort. Normale Preise für einen Kleinwagen mit unbeschränkten Kilometer sind etwa 35 Euro für einen Tag, 60 für 2 Tage und 150 für eine Woche. Außerhalb der Hauptsaison (Juli - September) gibt es erhebliche Rabatte auf obige Preise. Dann gibt es einen Mietwagen oft schon für 20 Euro am Tag. 

In den Touristenorten auf Kreta verkehren Bimmelbahnen (siehe Bild). Diese bringen die Touristen zu den nahegeliegenen Sehenswürdigkeiten und Strände um die Ortschaften. Sie ersetzten zum Teil den Personennahverkehr. Leider sind die "Züge" nicht immer ganz billig.

Informationen zu Reiseführern und Landkarten über Kreta


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