Samaria-Schlucht










 


Die Samariaschlucht ist die bekannteste und längste Schlucht Europas. Jeden Tag in der Saison drängen sich mehrere 1.000 Touristen in der Schlucht im Westen der Insel Kreta. Für viele wanderfreudige Urlauber ist dieses gigantische Naturerlebnis der Grund für den Urlaub auf Kreta überhaupt. Die Wanderung ist sehr anstrengend und nur für fitte Menschen empfehlenswert. Man muss 17 Kilometer gehen und etwa 1.200 Meter Höhe überwinden. Eine Möglichkeit die Wanderung in der Schlucht abzubrechen gibt es nicht.


Hunderte Meter hohe Wände und enge Durchgänge

Von und zur Samaria-Schlucht

Das Problem: Der Ausgangspunkt der Wanderung ist in etwa 1200 Meter Höhe in den Bergen. Der Schluchteinstieg kann mit dem Bus oder Auto erreicht werden. Das Ende der Wanderung ist in dem Dorf Agia Roumeli am Meer an der Südküste Kretas. Zum Ort Agia Roumeli gibt es keine Straße. Man muß zuerst eine Fähre nach Sougia oder Chora Sfakia nehmen. Ein Mietwagen ist wenig hilfreich. Stellt man das Auto morgens am Samariaschlucht-Eingang ab, ist man am Abend unten am Meer und das Auto weit weg oben in den Bergen. Von Sougia ist das Auto eine Fahrstunde entfernt, von Hora Sfakia sogar rund 2,5 Fahrstunden! Ein Mietwagen ist also wenig hilfreich. Man muss zumindest einmal mit dem Bus fahren.

Möglichkeit 1: Öffentlicher Bus von Chania: Man nimmt morgens von Chania einen öffentlichen Bus vom Busbahnhof zum Schluchteingang über Lakki nach Omalos. Man wandert durch die Schlucht. Am späten Nachmittag fahren vom Ende der Schlucht Fähren nach Hora Sfakia und Sougia ab. In beiden Orten warten in der Regel Linienbusse, die die Wanderer wieder zurück nach Chania bringen. Man ist gegen 20 bis 21 Uhr wieder zurück in Chania. Die Mehrzahl der Wanderer nehmen die Fähre nach Hora Sfakia und von dort den Bus. Es gibt ein Angebot am Busbahnhof für 14,30 Euro im Jahr 2016. Dies beinhaltet unseres Wissens die beiden Busfahrten und die Fähre, nicht aber die 5 Euro Eintritt in den Nationalpark. Sehr günstig! Diese Möglichkeit ist ideal für alle, die in einem Hotel in Chania übernachten oder dorthin einfach mit dem Mietwagen oder Bus morgens hinkommen können (und natürlich abends wieder zurück).


Nur selten ist man auf dem Wanderweg durch die Samaria-Gorge im Schatten

Möglichkeit 2: Übernachten in Sougia oder Paleochora: Von diesen beiden Orten an der Südküste gibt es im Sommer (Hauptsaison) morgens Busse hoch zum Schluchteingang. Allerdings nicht jeden Wochentag. Der Rest ist logistisch einfach. Man durchwandert die Schlucht und nimmt die Fähre zurück. Die Fähre nach Sougia fährt weiter nach Paleochora. Fährt kein Bus, nehmen manche Wanderer von Sougia auch ein Taxi.

Möglichkeit 3: Organisierte Tour: Es gibt von fast allen Touristenorten auf Kreta häufig Bustouren in die Samaria-Schlucht. Man wird am frühen Morgen im Hotel abgeholt und zum Schluchteingang gebracht. Nach der Wanderung und der Fährfahrt wird man am Hafen wieder mit dem Bus abgeholt. Dies ist meist etwas teurer, aber wohl die einfachste Möglichkeit die Samaria-Gorge zu erkunden. Vergleicht man die Preise der verschiedenen Anbieter solcher Tagesausflüge, sollte man schauen was inklusive ist: Der Eintritt in den Nationalpark und das Fährticket sind oft nicht dabei.

Mehr Infos:  Tagestour mit dem Bus zur Samaria-Schlucht

Möglichkeit 4: Eine Person wandert nicht mit. Diese Person fährt die Wanderer mit dem Auto zum Eingang der Schlucht und holt sie abends wieder mit dem Auto ab. Zum Abholen eignet sich Sougia am besten. Vom Schluchteingang nach Sougia ist es mit dem Auto nur eine gute Stunde. Allerdings beträgt die Wartezeit in Sougia für den Nicht-Wanderer rund 9 Stunden. In Sougia findet er aber einen schönen Strand und viele gute Tavernen.


Das Ende der Wanderung: Das Dorf Agia Roumeli mit Fähre

Möglichkeit 5: Mit 2 Mietwagen: Auch dies wird häufig gemacht. Man stellt am frühen Morgen ein Auto z.B. in Sougia ab, fährt dann mit einem anderen Wagen hoch zum Schluchteingang. Am Abend holt man mit dem anderen Mietwagen das Auto oben wieder ab. Man muss sich je nach Personenzahl und Plätze in den Autos überlegen wie man das macht.

Möglichkeit 6: Man geht hin und zurück: Von oben ist dies kaum möglich. Die interessanten Stellen der Samaria-Schlucht sind im unteren Bereich. Wer kann schon an einem Tag 17 Kilometer hin und 17 km zurück gehen? Ich jedenfalls nicht. Man bedenke auch die 1.200 Meter Höhenunterschied. Man kann aber von unten 2-3 Stunden in die Schlucht hineingehen und dann einfach umdrehen. Die Höhepunkte der Samaria-Schlucht wie die Eiserne Pforte hat man dann gesehen. Allerdings kann man den Ausgangspunkt unten (Agia Roumeli) nur mit der Fähre erreichen. Dies ist von Chora Sfakia, Loutro, Sougia und Paleochora möglich. Von allen diesen Orten gibt es vormittags eine Fähre und nachmittags wieder zurück. Noch gemütlicher ist es in Agia Roumeli zu übernachten. Man macht nach dem Frühstück einen gemütlichen Spaziergang in die Samaria-Schlucht. Man kann umkehren wann man möchte.

————>>>     Übersicht Unterkünfte in und um Omalos

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Mehrmals führt der Wanderweg über Brücken

Landkarte der Schlucht

Wichtige Infos Samaria-Schlucht

Wasser gibt es, wenn überhaupt, nur an wenigen Stellen unterwegs, unbedingt mehrere große Flaschen mitnehmen. Im letzten Teil der Wanderung gibt es keine Wasserstellen, manchmal auch nirgendwo. 17 Kilometer auf Wanderwegen sind viel schwieriger zu gehen als 17 km auf einer Straße.

Auch etwas zum Essen unbedingt mitnehmen, unterwegs gibt es nichts. Am Endpunkt Agia Roumeli sind viele Restaurants und Läden. Diese sind jedoch überteuert und bieten nicht die beste Qualität.

Die Schlucht ist nur offen, wenn der Bach in der Schlucht nicht zu viel Wasser hat. Dies ist nur im Sommer der Fall. Vom 1.Mai bis 15.Oktober ist die Schlucht fast immer geöffnet. Im Winter ist der Eintritt verboten. Im Jahr 2015 öffnete die Schlucht nach starken Regenfällen erst am 5. Mai.

2016, nach einem trockenen Winter, ist die Schlucht schon ab 15. April offen.

Bei schlechten Wetter sollte man die Wanderung nicht antreten (Wettervorhersage beachten). Bei Wind und / oder hohen Wellen fahren die Fähren nicht.

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Die Schlucht ist ein Nationalpark und kostet Eintritt. Man zahlt an einem Kiosk am Eingang oben oder unten. 2015 waren dies 5 Euro. Es ist nicht erlaubt in der Schlucht zu übernachten. Mountainbikes, Feuer und vieles mehr sind streng verboten.

In der Schlucht leben seltene Tierarten wie der Bartgeier und die Wildziege Kri-Kri. Diese bekommt man aber leider fast nie zu sehen. Sehr interessanter sind die Wildblumen (besonderes die Orchideen) im Frühjahr.


Mit viel Glück sieht man eine Kri-Kri Wildziege

Man kann die Schlucht auch unten nach oben gehen. Dies ist sehr anstrengend und die Scharen entgegenkommender Wanderer auf dem engen Fußweg nerven. Oben kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln am selben Tag oft nicht weiter, man muss auf dem Omalos-Plateau übernachten.

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Gut und sehr günstig kann man in Omalos im Neos Omalos Hotel übernachten. Die aktuellen Preise und Buchungsmöglichkeiten kann man hier checken. Das Übernachten da oben lohnt sich schon wegen der einmaligen Atmosphäre in dem 10-Häuser-Dorf, dem höchstgelegenen auf Kreta. Es gibt in Omalos mehrere Tavernen, aber keinen richtigen Laden. Das Mini-Dorf Omalos ist rund zwei Kilometer vom Eingang der Schlucht entfernt. Es fahren morgens Busse zum Schluchteingang.

Unten, am Ausgang der Samaria-Schlucht, in Agia Roumeli bietet sich zum Beispiel als im Internet buchbares günstiges Hotel Feragi Rooms an.

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Die Wanderung sollte man nicht unterschätzen. Fast jedes Jahr gibt es Tote. 17 bis 18 km bei bis zu 39 Grad im Hochsommer sind nicht für jedermann geeignet. Untrainierten Personen würden wie die Wanderungen auch bei niedrigeren Temperaturen auf keinen Fall empfehlen.

Zudem braucht man zwar keine Bergausrüstung mit Seil usw., gute Wanderschuhe usw. sind aber schon nötig. Neue Schuhe sollte man unbedingt vorher einlaufen. Wanderkleidung gibt es preiswert im Internet bei Amazon. Man sollte je nach Jahreszeit auch warme Kleidung und Regenkleidung mitnehmen. Das Wetter in den Bergen ändert sich schnell.

Wer Massenwanderungen nicht mag: Es gibt viele andere Schluchten in der Gegend, die ähnlich interessant sind und viel weniger Menschen anlocken. Ein Beispiel ist der Aradena-Schlucht oder die wesentlich kürzere und einfachere Schlucht Imbros, mehr dazu hier.

Mehr Infos:  Tagestour mit dem Bus zur Samaria-Schlucht

 

Wegbeschreibung Samaria-Schlucht

Die Wanderungen ist insgesamt 18 km lang und es ist im Sommer sehr heiß. Die Länge des Weges wird häufig unterschätzt. Jedes Jahr sterben einige Menschen in der Schlucht. Die Wanderungen startet an einem Parkplatz etwa 2 bis 3 km vom Dorf Omalos in den Weißen Bergen. Der Startpunkt ist unter den Einheimischen und Busfahrern als Xyloskalo (=Holztreppe) bekannt. Von hier geht es nämlich zuerst etwa eine Stunde auf einer Holztreppe in die eigentliche Schlucht hinunter. Nach etwa 1,5 Stunden erreicht man bei der Kapelle "Agios Nikolaos", den ersten größeren Rastplatz. Nach insgesamt knapp 3 Stunden kommt man in das verlassende Dorf Samaria. Dort gibt es meist Trinkwasser, manchmal einen Sanitäter, einen Hubschrauberladeplatz und Toiletten. Danach beginnt der interessante Teil der Samaria-Schlucht. Zu beiden Seiten türmen sich fast senkrecht mehrere hundert Meter hohe Felswände auf. Höhepunkt ist die "Eiserne Pforte" nach gut 4 Stunden Wanderzeit. Dort ist die Samaria-Schlucht besonders eng und die Wände extrem hoch (bis zu 600 Meter). Nach einer weiteren halben bis ganzen Stunde erreicht man das Kassenhäuschen und den Ausgang. Einige Tavernen erwarten hier die durstigen Wanderer. Der Fährhafen im kleinen Ort Agia Roumeli ist weitere 2 Kilometer entfernt. Die Gesamtwanderzeit durch die Samaria-Schlucht ist also mindestens 5 Stunden ohne Pausen!

Kurzes Video mit Eindrücken aus der Samaria Schlucht

Bilder aus der Samariaschlucht

Samaria-Schlucht - oberer Teil

Der obere Teil der Schlucht ist bewaldet

Samaria

Der kleine Fluss Samaria fließt durch die gesamte Schlucht

Samaria-Gorge

In der Samariaschlucht

Eiserne Pforte in der Samariaschlucht

Die Eiserne Pforte - hier ist die Samariaschlucht nur wenige Meter breit

Steg in der Samariaschlucht

Der Weg führt im unteren Teil über unzählige Stege

Blumen - Samariaschlucht auf Kreta

Viele interessante Blumen findet man im Frühling in der Samariaschlucht

Kasse am Ausgang der Samariaschlucht

Nach 17 km erreicht man die Kasse am Ende des Nationalparks Samaria

Roumeli - Ein Dorf auf kreta

Weiter führt der Weg durch das alte Dorf Roumeli

Restaurant Menos Agia in Roumeli

Nach 6 Stunden erreicht man das Meer, unter den vielen Tavernen hat mir die Taverne "Manos" am besten gefallen

Fähre / Kreta Südküste

Eine Fähre ("Samaria") fährt nach Hora Sfakion über Loutro, die andere "Daskalojannis" nach Paleochora über Sougia

 

Umgebung Samaria-Schlucht

Loutro: Ein kleines malerisches Dorf zwischen Agia Roumeli und Hora Sfakio mit einem kleinen Strand. Mehr Infos hier

Agia Roumeli: Das kleine Dorf am Ende der Samariaschlucht hat sich voll auf die ausgehungerten und durstigen Wanderer eingestellt. Es gibt mehr als Dutzend Tavernen und Restaurants. Während der Öffnungszeit der Schlucht im Sommer ist in Agia Roumeli am Nachmittag die Höhle los. Wenn am Abend die letzte Fähre abgefahren ist, kehrt wieder Ruhe ein. Einige Häuser vermieten Zimmer zu günstigen Preisen. Da die Atmosphäre am Abend in Agia Roumeli angenehm ist und die Einheimischen sehr freundlich sind, lohnt es sich eine Nacht zu bleiben. Günstige und gute Zimmer bekommt man zum Beispiel in der kleinen Pension Oasis. Insbesondere ist eine Übernachtung sinnvoll, wenn man die berühmteste  Schlucht Kretas von unten nach oben gehen will.

Sougia: Sougia ist ein Dorf westlich von der Samariaschlucht. Es kann von Sougia per Boot erreicht werden. Täglich fährt eine Fähre am Morgen in der Saison von Sougia zum Ausgang der Schlucht (Agia Roumeli). Am späten Nachmittag gibt es eine Fährverbindung nach Sougia und Paleochora. Infos zum Ort Sougia haben wir hier zusammengestellt.

Auf dieser Webseite können Sie eine organisierte Wander-Tour mit Bustransfer von verschiedenen Orten auf Kreta buchen.


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