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Imbros-Schlucht |
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Die Imbrosschlucht bei Hora Sfakion ist nach der Samariaschlucht die meistbesuchte Schlucht auf Kreta. Jeden Tag im Sommerhalbjahr gehen hunderte Touristen durch die Schlucht. Die Wanderung durch die Klamm ist verhältnismäßig einfach und dauert 2-3 Stunden. Die Imbrosschlucht ist ein herausragendes Natur- und Wandererlebnis. Da die Wege gut ausgebaut und wenig steil sind, ist die Wanderung auch für Familien mit Kinder geeignet.
Die Wanderung durch die Schlucht startet im Dorf Imbros etwa 700 Meter über dem Meeresspiegel. Geht man im Frühjahr oder Herbst morgens in die Imbros-Schlucht sollte man warme Kleidung mitnehmen, da es oben etwa kühl sein kann. Nach einigen hundert Meter erreicht man das Kassenhäuschen. Der Eintritt in die Schlucht beträgt 2 Euro pro Person.
Die ersten halbe Stunde geht es langsam bergab in die Schlucht hinein. Danach wird die Klamm immer enger. Nach etwa 75 Minuten erreicht man die engste und spektakulärste Stelle: Hier ist die Imbrosschlucht nur 1,6 Meter breit. Die Stelle ist mit einer Tafel (siehe Bild) markiert. Die Felsen links und rechts sind bis zu 300 Meter hoch. Nach weiteren 15 Minuten erreicht man einen Rastplatz. Hier kann man manchmal Getränke kaufen - man sollte sich allerdings nicht drauf verlassen. Bei meinem letzten Besuch im Juni 2008 war niemand da und es gab auch kein Trinkwasser.
Eine weiteres Highlight ist der sogenannte Torfelsen (etwa 10 Minuten nach der Rastplatz), das wohl beliebteste Foto-Motiv in der Imbros-Schlucht. Danach wird die Klamm weiter und man erreicht nach einer weiteren knappen Stunde das Ende der Wanderung.
Zwei Tavernen erwarten die durstigen Schluchtwanderer. 5-10 Minuten später erreicht man das Dorf Komidates mit weiteren Einkehrmöglichkeiten und kleinen Supermärkten. Das Dorf Imbros Nettes Bergdorf mit einigen guten Tavernen und Ausgangspunkt der Wanderung. Es liegt an der Busstrecke Hora Sfakion - Hania. Etwa 3 Verbindungen täglich in beide Richtungen. Die Busse am Morgen nach Imbros sind oft mit Wanderer überfüllt.
Das Dorf Komitades Das einst ruhige Dorf (Endpunkt der Wanderung) hat sich komplett auf die Wanderer eingestellt. Touristennepp ist hier ein leider ein Problem. Wegweiser führen statt zur Bushaltestelle in eine überteuerte Taverne, die Preise in den etwa 10 Gaststätten sind zum Teil (bei schlechter Qualität) völlig überzogen. Besser man geht am Schluchtausgang rechts auf der Hauptstraße in der Ortskern. Hier sind die Tavernen besser als die direkt am Schluchtausgang. Komitades liegt an der Buslinie Plakias - Hora Sfakion. Im Sommer 2008 gibt es einen Bus täglich um 17:40 nach Plakias. Will man nach Hora Sfakion, Imbros (wo viele das Auto abstellen) oder Hania, muß man etwa 1500 Meter rechts aus Komitades hinaus zur Hauptstraße gehen. Vorher Fahrplan anschauen, nur wenige Busse täglich! Hora Sfakion kann man vom Schluchtausgang auf der Straße auch in etwa 60 Minuten (4-5 km) zu Fuß erreichen. Es gibt in Komitades mehrere Taxis, die auf müde Wanderer lauern. Die Preise sind oft sehr hoch - zum Teil werden 15 Euro für die 5 km nach Hora Sfakion verlangt. Unbedingt vorher Preis aushandeln und sich möglichst in kleinen Gruppen mit 4 Personen zusammentun um den Taxipreis zu teilen. Von fast allen Touristenorten auf Kreta gibt es Bustouren zur Imbros-Schlucht. Diese haben den Vorteil, daß man oben ausgeladen wird und unten wieder abgeholt wird. Preise je nach Ausgangsort der Tour 20-35 Euro pro Person. Warnung: Unbedingt genügend Wasser mit in die Schlucht nehmen. Im Sommer ist es sehr heiß - die Imbrosschlucht gilt als eine der wärmsten Gegenden auf Kreta. 38 Grad im Schatten sind keine Seltenheit. Mir haben im Juli 2008 für die 3 Stunden 3 Liter kaum ausgereicht. Der Bach in der Schlucht führt im Sommer kein Wasser. Es gibt keine Möglichkeit unterwegs Wasserflaschen aufzufüllen, obwohl einige Reiseführer in Buchform anderes behaupten! Man sollte unbedingt gute Schuhe in der Imbrosschlucht anziehen. Man steigt ständig über Geröll mit etwa kopfgroßen Steinen. Schnell rutscht man ab und verstaucht sich in Sportschuhen einen Knöchel. Wanderschuhe sind von Vorteil. Mich hat es mit meinen Halbschuhen mit glatter Sohle zweimal in der Imbrosschlucht hingehauen. Die Imbrosschlucht ist ganzjährig geöffnet. Im Winter oder Frühjahr nach Regenfällen ist die Durchquerung jedoch nicht zu empfehlen. Erdrutsche, Steinschlag und große Wassermengen in der Schlucht können sehr gefährlich sein. Eventuell in Imbros (Dorf) in den Tavernen fragen, ob die Wanderung zur Zeit zu empfehlen ist. Auch kann es in Imbros im Winter durchaus Schnee haben. Interessant ist auch die Flora der Imbros-Schlucht. Oben, in höheren Lagen, ist die Schlucht bewaldet (Eichen, Feigenbäume, Mantelbäume, Zypressen und Plantanen) - unten wächst fast nichts mehr, die typisch kretische Maccia-Landschaft herrscht vor. Man kann die Imbros-Schlucht auch von unten nach oben gehen. Dies ist etwas anstrengender, hat aber auch Vorteile: Man kommt im schöneren Dorf (Imbros) mit guten Einkehrmöglichkeiten an und man kommt mit dem Bus besser weg. Zudem, wenn man im Sommer unten am Morgen losgeht, ist es oben in der Mittagshitze etwas kühler. Man kann von unten auch etwa 1 - 1,5 Stunde in die Schlucht bis zur Engstelle hineingehen und dann umkehren.
Weitere Infos auf dieser Webseite suchen:
Crete Guide (Englische Version dieser Webseite)
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