Imbros-Schlucht









 


Die Imbrosschlucht bei Hora Sfakion ist nach der Samariaschlucht die meistbesuchte  Schlucht auf der Insel Kreta. Jeden Tag im Sommerhalbjahr gehen hunderte Touristen durch die Schlucht. Die Wanderung durch die Klamm ist im Vergleich zur Samaria-Gorge verhältnismäßig einfach und dauert 2-3 Stunden. Die Imbrosschlucht ist ein herausragendes Natur- und Wandererlebnis. Da die Pfade gut ausgebaut und wenig steil sind, ist die Wanderung auch für Familien mit Kinder bedingt geeignet.

Ein tollen Wanderführer in Buchform ist Kreta Michael Müller Wandern. In diesem Buch ist auch die Wanderung durch die Imbros-Sclucht genau beschrieben (inklusive GPS-Kartierung).

Die Wanderung durch die Schlucht startet im Dorf Imbros etwa 700 Meter über dem Meeresspiegel.

Geht man im Frühjahr oder Herbst morgens in die Imbros-Schlucht sollte man warme Kleidung mitnehmen, da es oben etwa kühl sein kann. Nach einigen hundert Meter erreicht man das Kassenhäuschen. Der Eintritt in die Schlucht beträgt im Jahr 2016 zwei Euro pro Person. 

   

Die ersten halbe Stunde geht es langsam bergab in die Schlucht hinein. Danach wird die Klamm immer enger. Nach etwa 75 Minuten erreicht man die engste und spektakulärste Stelle: Hier ist die Imbrosschlucht nur 1,6 Meter breit. Die Stelle ist mit einer Tafel (siehe Bild unten) markiert.

Die Felsen links und rechts sind bis zu 300 Meter hoch. Nach weiteren 15 Minuten erreicht man einen Rastplatz. Hier kann man manchmal Getränke kaufen - man sollte sich allerdings nicht drauf verlassen. Bei meinem letzten Besuch vor 2 Jahren war mitten im Sommer niemand da und es gab auch kein Trinkwasser. 


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Eine weiteres Highlight ist der sogenannte Torfelsen (etwa 10 Minuten nach der Rastplatz), das wohl beliebteste Foto-Motiv in der Imbros-Schlucht. Danach wird die Klamm weiter. Man erreicht nach einer weiteren knappen Stunde das Ende der Wanderung.

Zwei Tavernen erwarten die durstigen Schluchtwanderer. 5-10 Minuten später erreicht man das Dorf Komidates mit weiteren Einkehrmöglichkeiten und kleinen Supermärkten.

Mehr Informationen über diese tolle Schlucht-Wanderung gibt es in diesem empfehlenswerten Wanderführer .

Das Dorf Imbros

Imbros ist ein nettes Bergdorf mit einigen einfachen, aber guten Tavernen. Es ist der Ausgangspunkt der Wanderung. Es liegt an der Busstrecke Hora Sfakion - Hania. Es gibt circa vier Verbindungen täglich in beide Richtungen. Die Busse am Morgen nach Imbros sind oft mit Schlucht-Wanderern überfüllt.

Im Dorf kann man sich in einigen Restaurants mit einem kräftigen Frühstück für die Wanderung stärken. Auch eine öffentliche Toilette ist vorhanden. Mehrere Wegweiser weisen die Wanderer in die Imbros-Schlucht. Man hat den Eindruck, dass viele Tavernen im Dorf Imbros einen eigenen Wegweiser aufstellen, damit sie die letzte Gaststätte vor dem Eingang zur Schlucht sind.

Fährt man mit dem Auto von Sfakia nach Imbros, sollte man im Panorama Café einige Kilometer vor dem Dorf Imbros anhalten. Es ist neben einem Straßentunnel und gut ausgeschildert. Von dem Open-Air-Cafe hat man einen wunderschönen Blick in die tiefe Imbros-Schlucht, ein erster grandioser Eindruck. Ein Kaffee oder eine Cola kosten im Panorama-Cafe nur 1,50 Euro (Stand 2016).

Das Dorf Komitades

Das einst ruhige Dorf (Endpunkt der Wanderung) hat sich komplett auf die Wanderer eingestellt. Touristennepp ist hier ein leider zum Teil ein Problem. Manche Wegweiser führen statt zur Bushaltestelle in Tavernen, die Preise in den etwa 10 Gaststätten sind teilweise etwas überzogen. Besser man geht am Schluchtausgang rechts auf der Hauptstraße in den Ortskern. Hier sind die Tavernen besser und etwas preiswerter als die direkt am Schlucht-Ausgang.

Komitades lag an der Buslinie Plakias - Hora Sfakion. Leider verkehren hier seit 2009 keine Busse mehr! (Stand 2016). Will man nach Hora Sfakion, Imbros oder Hania, muss man etwa 1.500 Meter westlich aus dem Dorf Komitades hinaus zur Hauptstraße gehen. Vorher sollte man unbedingt den Fahrplan anschauen, es gibt nur wenige Busse täglich! Hora Sfakion kann man vom Schluchtausgang auf der Straße auch in etwa 60 Minuten (4-5 km) zu Fuß erreichen. Es gibt in Komitades Taxis, die auf müde Wanderer lauern. Die Preise sind oft hoch - zum Teil werden 15 Euro für die 5 km nach Hora Sfakion verlangt. Unbedingt vorher Preis aushandeln und sich möglichst in kleinen Gruppen mit 4 Personen zusammentun und den Taxipreis teilen.

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Von fast allen Touristenorten auf Kreta gibt es Bustouren zur Imbros-Schlucht. Diese haben den Vorteil, dass man oben ausgeladen wird und unten wieder abgeholt wird. Der Preis pro Person, je nach Ausgangsort der Tour, liegt meist zwischen 35 und 50 Euro pro Person. Oft ist so ein Wander-Ausflug in der Gruppe die beste Alternative für eine Wanderung durch die Imbros-Schlucht. Man kann, aber man muß nicht, mit der Gruppe durch die Schlucht gehen. Wer ein Hotel weiter weg hat, wie in den großen Urlaubsorten Malia, Chersonisos oder Stalida, kommt ohne Mietwagen an einem Tag nur im Rahmen eines organierten Bus-Ausflugs in die Imbrosschlucht. Link zu einem Anbieter

Warnung: Unbedingt genügend Wasser mit in die Schlucht nehmen. Im Sommer ist es sehr heiß - die Imbrosschlucht gilt als eine der wärmsten Gegenden auf Kreta. 38 Grad im Schatten sind keine Seltenheit. Mir haben im Juli  für die drei Stunden drei Liter Wasser kaum gereicht! Der Bach in der Schlucht führt im Sommer kein Wasser. Es gibt keine Möglichkeit unterwegs Wasserflaschen aufzufüllen, obwohl einige Reiseführer anderes behaupten!

Man sollte unbedingt gute Schuhe in der Imbrosschlucht anziehen. Man steigt ständig über Geröll mit etwa kopfgroßen Steinen. Schnell rutscht man ab und verstaucht sich in Sportschuhen einen Knöchel. Wanderschuhe sind hier deutlich von Vorteil. Mich hat es mit meinen Halbschuhen mit glatter Sohle zweimal in der Imbrosschlucht hingehauen. Insgesamt habe ich die Wanderung etwas unterschätzt, die Imbros-Schlucht ist nicht gerade eine einfache Schlucht-Wanderung. Vor allem die großen Steine waren für mich auf Dauer anstrengend.

Die Imbrosschlucht ist ganzjährig geöffnet. Besonders im Winter oder Frühjahr und nach Regenfällen ist die Durchquerung jedoch nicht zu empfehlen. Erdrutsche, Steinschlag und große Wassermengen in der Schlucht können sehr gefährlich sein. Eventuell kann man im Imbros (Dorf) in den Tavernen fragen, ob die Wanderung zur Zeit zu empfehlen ist. Auch kann es in Imbros und im oberen Teil der Klamm  im Winter durchaus Schnee haben.   

Interessant ist auch die Flora der Imbros-Schlucht. Oben, in höheren Lagen, ist die Schlucht bewaldet (Eichen, Feigenbäume, Mantelbäume, Zypressen und Platanen). Im unteren Teil wächst fast nichts mehr, die typisch kretische Maccia-Landschaft herrscht vor.

Man kann die Imbros-Schlucht auch von unten nach oben gehen. Dies ist etwas anstrengender, hat aber auch Vorteile: Man kommt im schöneren Dorf (Imbros) mit guten Einkehrmöglichkeiten an, man kommt mit dem Bus besser weg. Zudem ist es, wenn man im Sommer am Morgen losgeht, oben in der Mittagshitze etwas kühler. Man kann von unten auch etwa 1 - 1,5 Stunde in die Schlucht bis zu der Engstelle hineingehen  und dann umkehren.

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