Malia


Malia ist der Partyort auf Kreta. Hierher kommt man, wenn man jung ist und einen Urlaub sucht, der aus Saufen, Sex und Strand bestehen soll. Vor allem Briten und Skandinavier, aber auch mehr und mehr Deutsche, findet man hier. Von der alten Durchgangsstraße Heraklion -Agios Nikolaos führt eine etwa 1500 Meter lange Straße zum Strand. Diese Straße besteht in voller Länge aus Bars, Nightclubs, Fast-Food-Lokalen, Spielhallen u.ä.. Der Strand ist gut, im Sommer aber sehr überfüllt.

 

 

Linktipp: Hilfreiche Übersicht über Unterkünfte in Malia

In den letzten Jahren ging es in Malia nach meinem Gefühl deutlich abwärts. Durch die Wirtschaftskrise in Griechenland und auch in Großbritannien kommen seit etwa 2010 deutlich weniger britische Urlauber nach Malia. Zudem wurde in Malia große Fehler gemacht. Durch der Boom in den letzten 20- 30 Jahren wurde viel gebaut. Die meisten Gebäude sind Betonklötze ohne Charme. Die öffentlichen Hand hat hingegen viel zu wenig investiert. Es gibt in Malia viel zu wenig Straßen und vor allem Fußwege, von Erholungszonen wie Parks o.ä., ganz zu schweigen. Auch der Bau der Umgehungsstraße dauert nun schon mindestens 10 Jahre. 2013 wurde die neue Schnellstraße nun wenigstens teilweise freigegeben.

Das Hauptproblem von Malia dürfte aber ein anderes sein. Was der Ort zu bieten hat, ist nichts weiter als einen Strand und ein gigantisches Nachtleben. Viele solche Orte sind bei den jugendlichen Urlauber für einige Jahre in, dann aber plötzlich out. Möglicherweise trifft Malia gerade so ein Schicksalsschlag. Zur Zeit (2012 und 2013) hat Malia nach meinen stichprobenartigen Recherchen im Internet bereits die niedrigsten Übernachtungspreise auf Kreta. Nirgendwo jammern die Griechen mehr über die Krise als hier.

 

Bars und Clubs: Fast alle befinden sich in der langen Straße vom Strand weg. Am auffälligsten und einer der größten Clubs ist das "Kings Cross", das architektonisch einer Burg nachempfunden wurde. Von den vielen Open-Air-Cocktailbars ist seit Jahren das "Zoo" das Angesagteste. Die große Party von Malia findet vor allem in der Hochsaison statt und geht bis in den frühen Morgen. Spätnachts und frühmorgens findet man Alkoholleichen in den Straßen und neue Pärchen am Strand. Malia ist ausschließlich für Leute geeignet, die solch einen Urlaub suchen. Die Stimmung ist recht hart, Schlägereien und ähnliches kommen vor. Die Szene wird von Briten zwischen 18 und 25 Jahren dominiert. Fast alle Clubs in Malia sind auf britisches Publikum ausgerichtet, die Preise sind nicht gerade niedrig.

 

Essen: Mc Donalds, Kentucky Fried Chicken, Subway und andere Fast-Food-Läden dominieren in Malia. Dazwischen findet man einige Touristenrestaurants mit einfacher griechischen und internationalen (Pizza...) Küche. Natürlich gibt es auch griechische Tavernen, die mehr oder weniger griechisches Fast-Food anbieten. Einige bessere Restaurants findet man im alten Ortskern von Malia auf der anderen Seite der Durchgangsstraße.

 

Übernachten: Fast alle Urlauber in Malia buchen pauschal. Oberhalb der Durchgangsstraße im alten Ortskern gibt es einige Zimmervermietungen. Hier findet man in der Regel für 30 Euro ein Zimmer, außerhalb der absoluten Hauptsaison auch für 20-25 Euro.

Mein Lieblingshotel in Malia ist das Neon Hotel. Es befindet sich etwa 2 km vom Zentrum fast direkt am Strand. Vor allem hat das Neon Hotel ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis.. Einzel-Zimmer mit Bad kosten in der Hochsaison (Juli / August) nur circa 30 Euro, außerhalb der Zeit manchmal sogar nur 20 Euro, wenn man das Hotel hier im Internet vorausbucht. Guter Pool, WLAN kostenlos. Ein sehr einfaches Frühstücksbuffet ist im Preis inklusive. Allerdings ist die Straße hinter dem Strand von Malia Richtung Stalida nicht gerade angenehm für Fußgänger. Obwohl täglich tausende Touristen diese Straße zu Fuß benutzen (eine Alternative gibt's nicht), gibt es nicht einmal einen Bürgersteig. Die Mehrzahl der Hotels in Malia ist entlang dieser lebensgefährlichen Straße. Dies ist auch ein gutes Beispiel für das Problem von Malia: Der Ort ist durch den Touristenboom wild und völlig unkontrolliert gewachsen. Es wurde viel zu wenig für Infrastruktur ausgegeben und kaum etwas geplant. Auch entlang des Strands gibt es zum Beispiel keinen vernünftigen Fußweg.

Freizeitmöglichkeiten: Viele große Hotel hat einen Swimmingpool. Auch gibt es mehrere Pools, die man benutzen kann, wenn man ein Getränk kauft. Ansonsten: Billard, Dart, Videospiele, Internetcafés und vieles mehr. Wassersport, Wasserrutschen u.ä. sind beliebt. Sehr viele Urlauber mieten ein Motorrad. Im Trend sind im Moment sogenannte Quads (eine Art Motorrad auf 4 Räder, siehe Bild unten rechts).

 

Alter Ort: Oberhalb der Hauptstraße ist der eigentliche Ort Malia. In den engen Gassen findet man einige Pensionen und griechische Tavernen. Von der Hauptmasse der Urlauber wird der alte Ortskern kaum beachtet - es hier angenehm ruhig.

 

Bananen: Eigentlich ist Malia bekannt für seine Bananen. Sie sind klein und sehr süß. An der Durchgangsstraße von Malia sitzen einige ältere Frauen, die die Früchte spottbillig verkaufen. Man sollte ein Kilo mitnehmen.

Palast von Malia: Die große Sehenswürdigkeit in Malia ist der minoische Palast von Malia. Dieser wird zwar von vielen Touristen aus anderen Orten Kretas besucht, aber kaum von den Partyurlauber von Malia. Er befindet sich einige Kilometer außerhalb.

Bus: Die Busverbindung nach Malia sind ausgezeichnet. Von Heraklion über Chersonissos im Sommer alle 15-30 Minuten tagsüber. Vom Flughafen Heraklion und nach Agios Nikolaos mindestens einmal pro Stunde.  

 


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