Kräuter und Gewürze in Kreta

 

Kreta ist bekannt für seine wildwachsenden Kräuter und Gewürze. Sie sind ein beliebtes Souvenir. Man kann diese in vielen Touristenläden in den Städten oder Touristengegenden kaufen. Diese sind meist in kleinen Tüten mit je 100 Gramm oder weniger abgefüllt und kosten je nach Gewürz einige Euro. Wesentlich billiger sind diese jedoch auf den Wochenmärkten. Dort werden die einheimischen Kräuter in offenen Säcken als  Kiloware angeboten. Man wird jedoch dort als Tourist einige Verständigungsprobleme haben, wenn man kein Griechisch kann. Auf den Märkten von Hania, Rethimno (nur Donnerstag) und Iraklio gibt es einige Händler, die sich auf den Gewürzhandel spezialisiert haben. 

Forum zum Thema: Natur Kreta

Im Folgenden habe ich einige Artikel über die auf Kreta vorkommenden, bekannten Gewürze und Kräuter zusammengestellt:


Thymian

Thymian

Der Thymian (von altgriechisch θύμος, lateinisch Thymus) ist eine Gattung zu den Lippenblütengewächsen (Lamiaceae) zählender Heil- und Gewürzpflanzen. Es handelt sich um niedrige Strauchpflanzen mit blassrosa oder weißen Blüten.

Vorkommen
Mittel- und Südeuropa, angebaut in Ost- und Südeuropa oder kultiviert in Gärten. Der Thymian bevorzugt helle und trockene Standorte mit nährstoffarmen und sandigen Böden, sein Samen ist lichtkeimend. Außerdem gibt es die Art Quendel, den Feldthymian (auch Feldkümmel genannt), der wild vorkommt.

Inhaltsstoffe
Ätherisches Öl mit Thymol und Carvacrol als Hauptstoffen, sowie p-Cymol, 1,8 Cineol, Linalool und weitere Monoterpene, Triterpene, Flavonoide, Laminaceen-Gerbstoffe, darunter Rosmarinsäure und antioxidativ wirksame Biphenyle.

Gewürz
Unterstützt die Verdauung fetter Speisen, passt gut zu Geflügel, Schalentieren, Wild, Fisch und Gemüse.

Medizinische Anwendung
Als Tee mit Honig bei Bronchitis, Keuchhusten und Katarrhen der oberen Luftwege. Wirkt hustenreizstillend und verflüssigt den Schleim. 
Als Mundwasser gegen Zahnfleischentzündung 
Als Gewürz oder Tee zur Unterstützung der Verdauung 
Als ätherisches Öl (15 Tropfen auf 100 ml neutrales Öl) zum Einreiben von Brust und Rücken 
Als ätherisches Öl hochwirksames Desinfektionsmittel auch noch in hoher Verdünnung; durch Versprühen als natürliche Raumdesinfektion geeignet 

Systematik
Gemeiner Thymian (Thymus vulgaris), auch echter Thymian, Römischer Quendel, Kuttelkraut (siehe auch: Kutteln), Gartenthymian genannt 
Breitblättriger Thymian (Thymus pulegioides), auch Quendel oder Feld-Thymian (Unterart pulegioides) genannt 
Wilder Thymian (Thymus serpyllum), auch Sand-Thymian genannt 
Zitronenthymian (Thymus citriodorus) 
Thymus herba-barona 
Thymus pallasianus 
Alpenthymian (Thymus praecox), auch langhaariger Thymian genannt 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Thymian aus der freien Enzyklopädie Wikipedia  und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Oregano

Oregano

Oregano (Origanum vulgare), auch Wilder Majoran oder Echter Dost, ist eine Gewürz- und Heilpflanze in der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae).

Herkunft und Verbreitung
Das Wort Oregano kommt aus der griechischen Sprache. Es bedeutet Schmuck der Berge (Oros = Berg und Ganos = Schmuck, Glanz). Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, und Bestandteil der griechischen und italienischen Küche, wird Oregano heute weltweit in warmen und gemäßigten Breiten angebaut und genutzt. Bei uns in Deutschland wächst Wilder Majoran auf trockenen Wiesen, an Waldrändern und Böschungen mit kalkhaltigem Untergrund.

Beschreibung
Die Pflanze wird 20-60 cm hoch und blüht von Juni bis September. Die Blüten sind hell purpur, seltener auch weiß.

Inhaltsstoffe
Ätherische Öle wie Thymol und Karvakol und Cymol, Gerb- und Bitterstoffe. Der Vitamin-C-Gehalt der frischen Pflanze beträgt 267,2 mg pro 100 g Frischgewicht.

Oregano in der Küche
Als Würzmittel ist Dost erst seit 200 Jahren im Gebrauch. Abgesehen von den nicht ganz eindeutigen römischen Quellen kann nur ein Basler Rezept aus dem 17. Jahrhundert angeführt werden, in dem Oregano als Zutat zu Pfannkuchen erwähnt wird. Ansonsten lassen sich botanische Bücher selbst noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts lediglich darüber aus, dass Oregano Heil- und Zauberpflanze sei und dass man mit seinem roten Farbstoff Wolle färben könne.

Oregano in der Pflanzenheilkunde
Dost war bereits den Griechen als Heilmittel bekannt (Dioscurides berichtet über sie im 1. Jahrhundert n. Chr.) und hatte vor allem im Mittelalter einen legendären Ruf. Hippokrates diente diese Pflanze zur Geburtsbeschleunigung und zur Heilung von Hämorrhoiden.

In der heutigen Medizin ist Dost bedeutungslos; nachgewiesen werden konnten eine positive Wirkung bei Verdauungsbeschwerden sowie Erkrankungen der oberen Atemwege. Für beides stehen jedoch wirkungsvollere Mittel – auch pflanzliche – zur Verfügung. Dost wird daher auch von Naturheilärzten und Heilpraktikern meist nur in Kombination mit anderen Mittel eingesetzt.

Oregano im Aberglaube
Dost war im Mittelalter eine wichtige Hexenabwehrpflanze und schützte vor dem Teufel. Man hielt sie den Hexen unter die Nase, um sie vom Teufel zu lösen. Dost soll das Kraut sein, das Kummer verschwinden lässt, erloschenen Lebensmut wieder aufrichtet und den Menschen fröhlich macht. Aus diesem Grund trägt die Pflanze auch den Namen Wohlgemut.

Oregano oder Dost wurde als Schutz vor bösen Mächten in den Brautschuh gelegt und in den Brautstrauß eingebunden. In Form von Räucherungen wurde Dost schon in der Antike als dämonenabwehrendes Mittel verwendet. Wenn ein Kind lange nicht zu reden beginnt, gibt man ihm einen Löffel voll Oreganowasser. Gegen Epilepsie lässt man den Kranken an dem mit den Fingern zerdrückten Dost riechen.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Oregano aus der freien Enzyklopädie  Wikipedia  und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Basilikum

Basilikum

Basilikum, auch Basilienkraut (Ocimum basilicum) (von Griechisch basilikos königlich, wegen des würzigen, edlen Duftes) ist eine Gewürzpflanze in der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae). Es wird in der italienischen Küche häufig verwendet. In der Pharmazie wird der Basilikum auch Herba Basilici genannt.
Herkunft
Nach heutigen Erkenntnissen stammt Basilikum ehemals vom Afrikanischen Kontinent. Es findet heute jedoch ebenso große Verbreitung in Asien, Mittel- und Südamerika. Europäischer Basilikum stammt aus dem Mittelmeerraum. Seine Hauptexporteure sind neben Italien auch Frankreich, Marokko und Ägypten. In den USA werden die größten Mengen im Bundesstaat Kalifornien angepflanzt.


Religiöse Aspekte
Der Basilikum hat in verschiedenen Gebieten der Erde einen religiösen Charakter und wird dort entsprechend nicht als Kraut verwendet. Indien ist hierfür ein Beispiel. Nach hinduistischer Vorstellung ist Basilikum dem Gott Vishnu geweiht. Der Basilikum symbolisiert seine Frau Lakshmi oder einen Avatar seiner Frau.


Sorten
Basilikum gibt es in etwa 40 verschiedenen Sorten.

African Blue (Ocimum kilimandscharicum x basilicum) 
Anisbasilikum 
Asiatischer Basilikum (Ocimum canum) 
Baumbasilikum (Ocimum gratissimum) 
Cubanisches Strauchbasilikum (Ocimum basilicum v.) 
Genovese 
Gewürzbasilikum 
Griechisches Strauchbasilikum 
Heiliges Basilikum (Ocimum sanctum oder Ocimum tenuiflorum) 
Kampferbasilikum 
Limonenbasilikum (Ocimum americanum) 
Peruanisches Basilikum 
Siam Queen 
Thaibasilikum 
Wildes Basilikum (Ocimum canum) 
Zimtbasilikum 
Zitronenbasilikum (Ocimum americanum) 

Aufzucht und Pflege
Basilikum ist nicht leicht in der Aufzucht. Er benötigt vor allem viel Licht und viel Wärme (15 bis 20 Grad Celsius), darf jedoch keinem Wind ausgesetzt werden. Er wird am besten in Humus angepflanzt, der sehr nährstoffreich sein sollte.

Bei den gängigen Basilikumsorten handelt es sich um einjährige Pflanzen, die jederzeit ausgesät werden können. Wie für die meisten Lichtkeimer üblich sollten sie bis zu ihrem Auflauf mit beispielsweise einer feuchten Zeitung zugedeckt bleiben.


Heilkunst
Basilikum wirkt heilend bei vielen Erkrankungen der Harnorgane, bei Darmentzündungen, Magenkrämpfen, Erbrechen, Blähungen und Verstopfung. Der Tee soll auch bei Migräne hilfreich sein. Aufgüsse des Samen setzte man früher auch bei Trippererkrankungen ein. Den Geruch des Basilikums hat man als heilsam angesehen. Mittellosen Personen empfahl man noch um 1800 in Pestzeiten ein Riechkissen bei sich zu tragen, das neben Basilikum auch Weinraute, Melisse, Dost, Minze, Salbei, Rosmarin, Orangenblüten, Thymian, Quendel, Lavendel, Lorbeerblätter sowie Orangen- und Quittenschalen enthielt. Wohlhabenderen Menschen empfahl man eine mit Gewürznelken gespickte Zitrone. Leider enthält Basilikum den krebserregenden Stoff Estragol und sollte deswegen nicht in größeren Mengen verzehrt werden.

Ernte
Es sollten stets ganze Triebe abgeerntet werden, um die Pflanze am Blühen zu hindern. Nach dem Abernten hält sich das Aroma am besten, indem man die Blätter einfriert. Lässt man sie jedoch trocknen, so hat man mit großen Einbußen beim Aroma zu rechnen.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Basilikum aus der freien Enzyklopädie  Wikipedia  und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Rosmarin

Rosmarin

Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist ein immergrüner Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae) (Labiatae).

Die Pflanze wächst im Mittelmeerraum wild, insbesondere in Küstenregionen. Rosmarin bevorzugt daher auch einen sonnigen, trockenen Standort und kann dort bis zu einem 1½ bis zwei Meter hoch werden. Sie blüht zumeist blassblau, oft bereits an milden Wintertagen.

Verwendung als Duftpflanze
Rosmarin hat einen sehr intensiven, aromatischen Geruch und einen harzigen, leicht bitteren Geschmack, der etwas an Kampfer und Eukalyptus erinnert. Er wurde aufgrund seines ähnlichen Geruches auch als Ersatz für Weihrauch verwandt.

Rosmarin war Bestandteil eines der ersten destillierten Parfüme, bei dem ätherisches Öl mit Alkohol kombiniert wird. Die Mischung hieß nach der Königin Elisabeth von Ungarn „Ungarisches Wasser“. Nach einer Legende versicherte der Einsiedler, der der Königin das Duftwasser überreichte, es werde ihre Schönheit bis zu ihrem Tode bewahren. Das muss gestimmt haben, denn der König von Polen bat noch die 72-jährige um ihre Hand.

Kölnisch Wasser enthält nach wie vor Rosmarinöl.

Verwendung in der Küche

Rosmarin fand seine Verwendung zuerst in religiösen Kulten und in Mitteln der Apotheker, bevor es in der Küche Einzug hielt. Es passt hervorragend zu Fleisch. Der belgische Spitzenkoch Souvereyns schätzt vor allem die Mischung von Apfel und Rosmarin. Apfelgelee lässt sich beispielsweise mit Rosmarin aromatisieren.

Rosmarin ist in der mediterranen Küche (vor allem in Italien und der Provence) ein wichtiges Gewürz.

Rosmarin wird oder wurde zeitweilig auch als Bitterstoff im Bier verwendet.


Inhaltsstoffe
Rosmarin enthält Ätherische Öle (Terpene: Cineol, Borneol, Campher, Bornylacetat, Terpineol), 8 % Gerbstoff, Flavonoide, Glycolsäure, Bitterstoffe, Saponine, Harz.

Der Vitamin C-Gehalt der frischen Pflanze in mg pro 100 g Frischegewicht beträgt 217,3 mg.


Verwendung in der Heilkunde
Da es sich bei Rosmarin um eine mediterrane Pflanze handelt, sollte man annehmen, dass bereits die Griechen und Römer ihn als Heilkraut benutzt hätten. Das scheint nicht zuzutreffen, denn nur Dioskurides bringt einen Hinweis, dass „Rosmarin eine erwärmende Kraft habe.“

In der antiken Kultur dagegen hat der Rosmarin als eine den Göttern, insbesondere der Aphrodite, geweihte Pflanze eine große Rolle gespielt.

In der Naturheilkunde wird Rosmarin innerlich als Tee zur Kreislaufanregung und gegen Blähungen verwendet. Rosmarin wirkt anregend auf Kreislauf und Nerven und soll besonders beim so genannten „Altersherz“ durch milde Unterstützung und Stärkung wirken. Rosmarin fördert auch die Tätigkeit der Verdauungsdrüsen und hilft so bei Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen.

Äußerlich wirkt Rosmarin durchblutungssteigernd und wird daher zu Bädern sowohl bei Kreislaufschwäche, Durchblutungsstörungen als auch bei Gicht und Rheumatismus (beispielsweise als Rosmarinspiritus) gebraucht.

Rosmarinöl hat eine stark antiseptische Wirkung, die das 5,4-fache von Karbolsäure beträgt.


Symbolik des Rosmarins
Als Symbol repräsentierte Rosmarin die Liebe (Troubadoure überreichten der Dame ihrer Wahl Rosmarin, Ophelia band Hamlet einen Rosmarinkranz als Zeichen ihrer Treue; in Deutschland trugen Bräute lange Zeit einen Rosmarinkranz bevor die Myrte in Mode kam), aber auch das Gedenken an die Toten.

Die alten Ägypter gaben ihren Toten Rosmarinzweige in die Hände, um die Reise in das Land der unsterblichen Seelen mit ihrem Duft zu versüßen; in Griechenland wand man Totenkränze aus Rosmarin. In der Literatur taucht Rosmarin als Totenpflanze bei Shakespeare und Hebel auf. Rosmarin und Thymian trug man als Sträußchen gerne bei Begräbnissen und Prozessionen. Man hoffte, auf diese Weise gegen ansteckende Krankheiten gefeit zu sein. In London war es Anfang des 18. Jahrhunderts üblich, dass jeder Trauergast, der einen Sarg zum Friedhof begleitete, vom Diener des Hauses einen Zweig Rosmarin überreicht bekam. Einerseits trug man diesen Rosmarinzweig als Symbol der Erinnerung, sein Duft half jedoch auch, den Gestank des Todes zu übertünchen. Sobald der Sarg ins Grab gelegt war, warfen alle Trauergäste ihre Rosmarinzweige ins Grab hinab.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Rosmarin aus der freien Enzyklopädie  Wikipedia  und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Lorbeer

Der Echte Lorbeer (Laurus nobilis), auch Edler Lorbeer oder Gewürzlorbeer genannt, ist ein Baum aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) und gehört zur Gattung Lorbeeren (Laurus).

Botanik
Der Echte Lorbeer ist ein Strauch- oder Laubgewächs, mit ledrigen, oberseits gänzenden, aromatisch duftenden Blättern. Er ist immergrün. Die kleinen grüngelben Blütendolden bringen glänzende blauschwarze Beeren hervor.


Verbreitung
Der Echte Lorbeer hat sich, aus Vorderasien kommend, über den Mittelmeerraum verbreitet. Dort kann er als Baum bis zu 10 Meter hoch werden. Da er nicht frosthart ist, hält er sich hierzulande nur als Kübelpflanze und wird wesentlich kleiner. Als Kübelpflanze gedeiht er auch noch in Südirland.

Inhaltsstoffe
In der Frucht (Fruct. Lauri) kommt ätherisches und fettes Öl vor. Werden die Früchte gepresst und ausgekocht, so ergibt sich ein Gemenge, das als Ol. Lauri bekannt ist. Dieses ist durch Chlorophyll grün gefärbt und stellt eine salbenartige, bei 36 °C schmelzende Masse dar. Im einzelnen enthält die Frucht bis 30 % fettes Öl und etwa 1 % ätherisches Öl (Terpene, Sesquiterpene, Alkohole und Ketone).

Das Blatt enthält 1,3 % ätherische Öle (Ol. Lauri folii) darin 45 % Cineol, 12 % Terpene, 3-4 % Sesquiterpene, 3 % Methyleugenol und weitere α- und β-Pinen, Phellandren, Linalool, Geraniol und Terpineol gefunden. Stoffe (G/O).


Verwendung
Der Echte Lorbeer wird als Gewürzpflanze verwendet: Die aromatischen Blätter des Lorbeerbaums passen zu Suppen, Eintöpfen, Fleischspeisen aber auch zu Fisch. Sie dienen zur Würzung von eingelegten Gurken und Heringen, für Sülzen und Essigaromatisierung.

Auf der ganzen Welt gibt es Bäume mit aromatischen Blättern. Viele davon werden als Lorbeer bezeichnet, obwohl sie geschmacklich mit dem Echten Lorbeer kaum Ähnlichkeit zeigen. Hierher gehören der Indische Lorbeer (Cinnamomum tamala), der Westindischer Lorbeer (Pimenta racemosa), der Indonesische Lorbeer (Syzygium polyanthum), der Kalifornische Lorbeer (Umbellularia californica) und der Mexikanische Lorbeer (Litsea glaucescens). Die meisten dieser Pflanzen werden nur in ihrem Herkunftsgebiet genutzt.

Das Öl des Lorbeer findet heute Anwendung als Duftkomponente in der Parfümerie.

Lorbeeröl ist eine butterartige, grünliche Masse, die bei circa 30 °C schmilzt und durch Auspressen der Lorbeerfrüchte gewonnen wird. Es besteht zu circa 95% aus fettem Öl und zu 5% aus ätherischem Öl. Lorbeeröl dient medizinisch zum Einreiben, hilft bei Prellungen, Verstauchungen und rheumatischen Beschwerden.

Fructus Lauri wurden früher als Antiparasiticum verwendet, zum Beispiel gegen Läuse und Krätzmilben. Wegen der häufig auftretenden allergischen Kontaktdermatitis heute nicht mehr angewendet.

Ferner wird Fruct. Lauri beim Milchvieh gegen Euter-Erkrankungen verordnet.

Der Echte Lorbeer führt, wenn er in größeren Mengen genossen wird, zu Trance und Bewusstseinsstörungen. So wird vermutet, dass die Visionen der Priesterinnen des Orakel von Delphi durch den Genuss von Lorbeer beeinflusst waren. Im Mittelalter galt Lorbeer als Heilmittel gegen die Pest. Außerdem stand Lorbeer im Ruf, vor Zauber, und Feuer zu schützen.


Geschichte
Die Herkunft des lateinischen Namens für den Baum (Laurus) ist unbekannt, dagegen erinnert die altgriechische Bezeichnung daphne (δάφνη), daran, dass sich die Nymphe Daphne in einen Lorbeerstrauch verwandelte, um den Nachstellungen Apolls zu entgehen. Dieser trug als Zeichen seines Kummers über die nicht erwiderte Liebe einen Kranz aus Lorbeerzweigen.

In einigen Sprachen Südosteuropas und des Nahen Ostens erinnert die Bezeichnung für Lorbeerblätter an diese Sage: So bedeutet hebräisch aley daphna (עלי דפנה) „Blätter der Daphne“. Türkisch defne, albanisch dafinë, bulgarisch dafinov list (дафинов лист), rumänisch dafin, neugriechisch dafni (δάφνη) sind ebenso Belege für die Herkunft des Namens.

Die römischen Kaiser trugen einen Lorbeerkranz, und später erhielten ihn auch Sieger bei Spielen. Der Lorbeerkranz ist bis heute sprichwörtlich für eine besondere Auszeichnung. Er gilt bis heute als Symbol des Ruhms, Sieges und Friedens.

Das Silberne Lorbeerblatt ist die höchste sportliche Auszeichnung in Deutschland. Sie wird vom Bundespräsidenten vergeben und wurde ursprünglich von Theodor Heuss (1950) gestiftet.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Lorbeer aus der freien Enzyklopädie  Wikipedia  und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Koriander

Der Echte Koriander (Coriandrum sativum) ist auch unter einer Vielzahl weiterer Namen wie Arabische Petersilie, Chinesische Petersilie, Gartenkoriander, Gebauter Koriander, Gewürzkoriander, Indische Petersilie, Kaliander, Klanner, Schwindelkorn, Schwindelkraut, Stinkdill, Wandläusekraut, Wanzendill, Wanzenkraut oder Wanzenkümmel bekannt.

Koriander ist ein einjähriges Kraut aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Der Name leitet sich ab vom griechischen coris = Wanze und vom griechischen amon = Anis. Die Blätter riechen etwas nach Wanzen, die Beeren nach Anis. Vom Koriander werden sowohl die Früchte als auch die Blätter als Gewürz verwendet (siehe auch: Gewürzpflanzen).
Die Früchte und Blätter enthalten unterschiedliche Aromen und können einander daher nicht ersetzen.

Inhaltsstoffe
Koriander enthält Ätherisches Öl (Frucht: Linalool, Geraniol, α- und β-Pinen, Limonen, Geranylacetat, α- und γ-Terpinen, Borneol; Kraut und Wurzel: Decanal, Tridecen-(2)-al), fettes Öl (Petroselinsäure, Ölsäure, Linolensäure, Palmitinsäure), Proteine, Stärke, Zucker, Pentosane, Gerbstoff, Vitamin C, Spuren organischer Säuren, Flavonoide, Furanoiso (z.B. Coriandrin), Cumarine: Umbelliferon, Scopoletin, Coriandrindiol.


Verwendung in der Duftindustrie
Der scharfe Geruch, der einer Mischung aus Zitronenschale und Salbei gleicht, wird von vielen Menschen als eher unangenehm empfunden. Nichtsdestotrotz findet Korianderöl in der Parfümerie-Industrie Verwendung – sein Duft soll besonders die eher blumigen Jasmin- und Fliederdüfte gut ergänzen..


Verwendung in der Küche
Während in Europa der Samen die größere Rolle spielt, wird in der asiatischen Küche vor allem das Kraut verwendet. Das Kraut gilt wegen des scharfbitteren Geschmacks als etwas gewöhnungsbedürftig. Blätter von älteren Pflanzen eignen sich gut für Salate, die zu Käsegerichten gegessen werden. Gemahlene Samen werden zum Würzen von Brotteig, Kleingebäck, Kohlgerichten, Hülsenfrüchten und Kürbis verwendet. Koriander ist Bestandteil von Gewürzmischungen wie Curry und Lebkuchengewürz und wird auch zur Likörherstellung verwendet. Neben salzigen Speisen wie Fleisch, Wurst, Soße und Gemüse kann der Koriander auch zu Kompott, Marinaden und Weihnachtsgebäck verwendet werden.

Auch eine Biersorte, die Gose, wird mit Koriander versetzt.


Verwendung in der Heilkunst
Koriander findet seit den Ägyptern auch Verwendung in der Pflanzenheilkunde. Die ätherischen Öle wirken appetitanregend, verdauungsfördernd, krampflösend und lindernd bei Magen- und Darmleiden. Dementsprechend ist Koriander in vielen Medikamenten gegen Magen- und Darmstörungen enthalten. Gegen Migräne soll ein Sud aus den Samen gleichfalls helfen.

Seit einigen Jahren wird auch die Wirksamkeit bei der Ausleitung von Schwermetallen, insbesondere Quecksilber (Amalgam), aus dem menschlichen Körper beschrieben. Frischblattkoriander oder eine Essenz daraus soll Schwermetalle aus den Zellen lösen können, das gilt auch für Nerven- und Gehirnzellen. Mit Hilfe geeigneter Mittel wie der Mikroalge Chlorella oder Bärlauch können diese dann, hauptsächlich über den Darm, aus dem Körper ausgeschieden werden.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Echter Koriander aus der freien Enzyklopädie  Wikipedia  und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Salbei

Salbei (Salvia) ist eine Gattung der Lippenblütengewächse (Lamiaceae), der Name (lat. salvare = heilen) bezieht sich aber auch auf den für Küche und Medizin wichtigen Küchen- oder Heilsalbei (Salvia officinalis).

Außer dem Heilsalbei gibt es noch eine Reihe weiterer Salbeiarten. Am häufigsten findet man in Deutschland den Wiesensalbei (Salvia pratensis), dem aber durch den geringen Anteil an ätherischen Ölen kaum Bedeutung zukommt.

Bei vielen Arten, v.a. bei von Bienen und Hummeln bestäubten Arten haben die Staubblätter ein Gelenk ausgebildet, das den Pollen auf den Insektenkörper platziert. Bei vogelbestäubten Arten ist dieses Gelenk meist nicht vorhanden.

Systematik
Die Gattung Salvia gehört mit etwa 700 Arten zu den artenreichsten Gattungen der Welt. Hier eine Auswahl:

Gattung Salbei (Salvia):

Indianischer Räuchersalbei (Salvia apiana) 
Guavensalbei (Salvia darcyi) 
Peruanischer Salbei (Salvia discolor) 
Disermassalbei (Salvia disermas) 
Fruchtsalbei (Salvia dorisiana) 
Honigmelonensalbei (Salvia elegans) 
Gelber Salbei (Salvia glutinosa) 
Aztekensalbei (Salvia divinorum) oder Wahrsagesalbei 
Spanischer Salbei (Salvia lavandulifolia) 
Kanarischer Salbei (Salvia madrensis) 
Hainsalbei (Salvia nemorosa) 
Heilsalbei (Salvia officinalis) oder Küchensalbei 
Wiesensalbei (Salvia pratensis) 
Räuchersalbei (Salvia repens) 
Ananassalbei (Salvia rutilans) 
Muskatellersalbei (Salvia sclarea) 
Somaliasalbei (Salvia somaliensis) 
Feuersalbei (Salvia splendens) 
Quirlblütiger Salbei (Salvia verticillata) 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Salbei aus der freien Enzyklopädie  Wikipedia  und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Minze

Minze (Mentha), eine Gattung aus der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae) ist eine ausdauernde, aromatische, meist behaarte Krautpflanze mit kriechender Wurzel, gegenständigen, meist gesägten Blättern und kleinen, in meist vielblütigen Scheinwirteln bald unterbrochene Ähren mit laubigen Tragblättern, bald dichte Ähren mit kleinen Hochblättern bildenden Blüten.

Die Arten dieser bevorzugt gemäßigte Klimate bewohnenden Gattung sind schwer zu umgrenzen und bilden auch leicht Bastarde, die sich durch Ausläufer vermehren und bisweilen die Stammarten verdrängen.

Als Gewürz relevante Minzenarten tragen oft Namen, die auf die Geschmacksähnlichkeit mit anderen Pflanzen hinweisen:

Apfelminze - (Apfel) 
Basilikumminze - (Basilikum) 
Bergamotteminze - (Bergamotte) 
Orangenminze - (Orange) 
Pfefferminze - (Pfeffer) 
Zitronenminze - Mentha citrata - (Zitrone) (siehe auch Zitronenmelisse) 
Bei der Apfelminze besteht die Ähnlichkeit darin, dass sie gut zu Apfel passt, beispielsweise als Apfelkuchengewürz anstelle von Zimt.

Die Minze wird schon sehr lange in Gärten angebaut. 812 schrieb Karl der Große bereits drei Minzearten für den Anbau in Gärten in seinem Reich vor (siehe Karlsgarten):

Wasserminze (Mentha aquatica) 
Ähren-Minze (Mentha spicata) 
Roß-Minze (Mentha longifolia) 
Katzenminze (Nepeta cataria), die allerdings nicht zur Gattung der Minzen gehört. 
Weitere Minze-Arten sind beispielsweise:

Ackerminze (Mentha arcensis) 
Poleiminze (Mentha pulegium) 
Nana-Minze (Es könnte sich hierbei auch um die o.g. (Mentha spicata) handeln) 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Minzen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia  und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Hier gehts zur Topseiten Reise & Urlaub


Kamille

Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla früher Chamomilla recutita) ist eine krautige Pflanze und gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Das Wort chamomilla ist evtl. zusammengesetzt aus melon = Apfel und khamai = klein, niedrig. Die kleinen Blüten riechen bei einigen Kamillearten apfelartig.

Es handelt sich bei dieser Pflanze um einen Alteinwanderer (Archäophyt) und ist ein Kulturbegleiter seit der jüngeren Steinzeit.

Beschreibung
Die Pflanze wird etwa 20–30 cm hoch und hat fiederteilige, wechselständige Blätter. Die Blüten sitzen in Blütenköpfen an den Enden der Sprossachsen und bilden einen Blütenstand. Sie bestehen aus Zungen- (weiß, außen) und Röhrenblüten (gelb, innen), was typisch für Asteraceen ist. Die weißen Zungenblüten sind zurückgeschlagen. Blütezeit ist von Mai bis September. Die Frucht der Kamille ist eine einsamige Nussfrucht, die Achäne genannt wird. Diese scheinen im Boden mindestens 100 Jahre überdauern zu können.


Vorkommen
Die Kamille wächst in Europa und in vielen Teilen von Asien. Als Standort werden Brachen, meist kalkarme (leicht bodensaure) lehmreiche Äcker und Salzfluren (salzige Weiderasen) bevorzugt.


Inhaltsstoffe
Hauptbestandteil der Kamille sind ätherische Öle, vor allem Bisabolol und das blau gefärbte Chamazulen, des weiteren zahlreiche Flavone und Flavonole. Den oft etwas bitteren Beigeschmack ergeben Sesquiterpenlactone.


Naturheilkunde

Die Kamille wird als Heilpflanze (Flores Chamomillae) äußerlich bei Haut und Schleimhautentzündungen eingesetzt. Der Tee oder alkoholische Auszug Extrakt wird für Spülungen bei Entzündungen des Zahnfleisches oder der Mundhöhle verwendet. Bei Erkrankungen oder Verletzungen im Anal- oder Genitalbereich führen Bäder oder Spülungen zu einer rascheren Heilung. Außerdem wirkt Kamillentee lindernd bei entzündlichen oder krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt. Bei Erkrankungen der oberen Atemwege kann auch der Dampf des frisch aufgebrühten Tees inhaliert werden. Chamomilla ist auch ein Mittel in der Homöopathie

Zubereitung von Tee: Einen gehäuften Esslöffel (etwa 2–3 g) Kamille mit kochendem Wasser aufgießen und 10 Minuten bedeckt ziehen lassen. Anschließend durch ein Teesieb gießen. Bei Magen-Darm-Erkrankungen werden drei bis vier Tassen frisch aufgebrühten Tees empfohlen.

Verwechslung
Die Echte Kamille kann leicht mit der duftlosen Acker-Hundskamille (Anthemis arvensis) verwechselt werden. Ein sicheres Merkmal ist die Beschaffenheit des Blütenbodens. Bei der Acker-Hundskamille ist er markig-voll, bei der Echten Kamille dagegen hohl. Auch das Mutterkraut sieht ähnlich aus.

Synonyme
Apfelkraut (vermutlich von Äpfelchrut); Apfelkraut bezeichnet auch Herba Marrubii (Weißer Andorn) 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Kamille aus der freien Enzyklopädie  Wikipedia  und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 


Majoran

Majoran (Oreganum hortensis Moench) ist eine wichtige Gewürzpflanze. Synonym dazu wird der Name O. majorana L. verwendet, wobei das die Wildform aus Kleinasien ist, während O. hortensis die Gartenform ist. Diese Gewürzpflanze wird auch Wurstkraut nach ihrem häufigsten Verwendungszweck genannt. Andere volkstümliche Namen für Majoran sind Badkraut, Bratekräutche, Bratenkräutel, Gartenmajoran, Kuchelkraut, Kuttelkraut, Mairan, Mairalkraut, Mairon, Miran. Zur gleichen Gattung gehört der Dost oder Oregano, der ebenfalls in der Küche verwendet wird.

Verwendung und Anbau
Majoran ist sehr würzig und hat einen hohen Anteil an ätherischen Ölen. Die Blätter werden frisch oder getrocknet verwendet zum Würzen von: Kartoffelgerichten, Suppen, Soßen, Würsten, Hülsenfrüchten, usw.. Zum Trocknen werden die ganzen Stengel geerntet, deshalb enthält getrockneter Majoran: Blätter, Stengel, Knospen und Blüten.

Die Ernte sollte vor der Blüte erfolgen (Blütezeit: Juni bis September). Standort der Pflanzen sollte am besten sonnig sein. Es gibt Sorten, die im deutschsprachigen Raum als einjährige Pflanzen gezogen werden, diese sind am aromatischten. Es gibt auch Sorten, die bei uns winterhart sind, diese sind weit weniger aromatisch.

Majoran gehört mit einer Anbaufläche von 500 bis 600 ha, nach Blattpetersilie, zu den bedeutendsten in Deutschland kultivierten Gewürzpflanzen. Aufgrund der günstigen Standortbedingungen befindet sich traditionell der Schwerpunkt des deutschen Majorananbaus in der Region nördlich des Harzes um Aschersleben im Bundesland Sachsen-Anhalt.

Aphrodite, die Göttin der Liebe und Schönheit bezeichnete Majoran als ein Symbol der Glückseligkeit. In Griechenland war es daher üblich, dass man frischverheirateten Paaren Girlanden aus Majoran um den Hals legte.

Herkunft
Majoran stammt aus Kleinasien. Da es sich um ein beliebtes Gewürz handelt, wird er heute nicht nur in Mittelmeerländern, sondern auch in Mittel- und Osteuropa angebaut; gute Qualität setzt allerdings ein ziemlich warmes Klima voraus.

Inhaltsstoffe
Der Gehalt an ätherischem Öl hängt stark von Boden, Klima und Jahreszeit ab und kann zwischen 0.7 und 3.5% schwanken. Die Hauptaromakomponente ist ein bicyclischer Monoterpenalkohol, cis-Sabinenhydrat (max. 40%);  α-Terpinen, 4-Terpineol, α-Terpineol, 4-Terpinenylacetat und 1,8-Cineol in merklichen Mengen vor. Phenole, die im verwandten Oregano charakterbestimmend sind, fehlen im Majoran völlig.

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Majoran aus der freien Enzyklopädie  Wikipedia  und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Zitronenmelisse

Die Zitronenmelisse oder Melisse (Melissa officinalis) ist eine aus Südeuropa stammende Staude aus der Familie der Lippenblütler. Im Deutschen ist auch die Bezeichnung Herztrost für die Melisse verbreitet.

Namensherkunft und Standortanforderungen
Die Bezeichnung Melisse ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet "Biene". Nach Plinius liebt die Biene diese Pflanze mehr als alle anderen. Die Melisse wird deshalb seit langem als Bienenfutterpflanze angebaut und Imker reiben mit der Melisse den Bienenstock ein, damit das Volk nicht ausschwärmt.

Die Melisse wird etwa 60 cm groß und benötigt gut durchlässigen, feuchten Boden in der Sonne oder an absonnigen Standorten. Während oder nach der Blüte wird die Pflanze zurückgeschnitten, um frischen Laubaustrieb zu fördern.


Inhaltsstoffe
Melisse enthält ätherisches Öl (Hauptbestandteile Citral und Citronellal), Gerbstoffe, Bitterstoffe, Harz. Der Vitamin C-Gehalt der frischen Pflanze pro 100 Gramm Frischgewicht beträgt 253,0 Milligramm.


Verwendung in der Küche
Die bittersüßen, frisch nach Zitrone schmeckenden Blätter eignen sich als Gewürz oder Tee und werden dafür am Besten kurz vor der Blüte geerntet. Für Tee werden die frischen Blätter einfach mit heißem Wasser übergossen. Da die feinen Blatthärchen, die sich dabei gelegentlich lösen, mitunter als störend empfunden werden, empfiehlt es sich, den Tee zu filtern.

Als Gewürz ist das Aroma der Zitronenmelisse besonders dann intensiv, wenn die Blätter im Mörser zerrieben werden. Sie können zu allen Süßspeisen verwendet werden, die man auch mit Zitrone aromatisieren würde. Fein zerzupft harmonisieren Zitronenmelisseblätter besonders gut mit gezuckerten Erdbeeren.

Zitronenmelisse wird für einige Kräuterliköre verwendet. In Klöstern wird sie auch zur Herstellung von Likör (bspw. Klosterfrau Melissengeist) verwendet.


Melisse als Duftpflanze
Die getrockneten Blätter der Melisse eignen sich für Potpourris und Duftkissen und strömen einen zarten Zitronenduft aus, der durch das ätherische Öl verursacht wird, das sich in kleinen Drüsen auf der Blattoberfläche befindet.


Zitronenmelisse in der Pflanzenheilkunde
Zitronenmelisse wird seit mehr als 2.000 Jahren in der Heilkunde hochgeschätzt. Plinius (23 –79 n. Chr.) bezeichnet Melisse in seiner Naturalis historica als Mittel gegen Hysterie und Paracelsus (1493-1541) nennt Melisse „das beste Kräutlein für das Herz“. Arabische Ärzte haben sie bei Angstzuständen, nervös bedingten Kopfschmerzen und Herzproblemen eingesetzt. Die Araber waren es auch, die im 10. Jahrhundert die Melisse nach Spanien brachten. Von dort fand die Melisse Einzug in die Klostergärten. Hildegard von Bingen (1098-1179) soll geschrieben haben, eine Tasse Melissentee vor dem Schlafengehen getrunken bringe gute Träume.

Wissenschaftlich anerkannt ist die heilende Wirkung von Melisse bei Unruhezuständen und Einschlafstörungen. Besonders empfehlenswert ist eine Anwendung zusammen mit Hopfen und Baldrian. Medizinisch anerkannt ist auch die Wirksamkeit von Melissenextrakt in Form einer Creme gegen Lippenherpes. Frühzeitig angewendet, lassen die lästigen Beschwerden rasch nach, die weitere Infektion von gesunden Zellen mit Herpes-Viren wird unterbrochen, und vorhandene Herpesbläschen heilen meist rasch ab.


Melisse im Aberglaube
Melissenblätter aufs Herz gebunden, heilen von Liebeskummer. Zitronenmelisse ist das Kraut der Wissenschaftler, das den Studenten gegeben wurde, um ihren Verstand und ihre Erinnerungsvermögen zu schärfen. Bauersfrauen fütterten die Kühe mit Zitronenmelisse, damit sie mehr Milch gaben.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Zitronenmelisse  aus der freien Enzyklopädie  Wikipedia  und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Knoblauch

Knoblauch

Knoblauch (Allium sativum) ist eine Gewürz- und Heilpflanze in der Familie der Zwiebelgewächse (Alliaceae).

Knoblauch ist schon im Altertum als Nahrungs- und Heilmittel bekannt. Er wirkt antibakteriell und kann Blutgerinnseln vorbeugen. Es wird ihm außerdem in vielen Ländern (etwa in Asien) eine Wirkung als Aphrodisiakum nachgesagt.

Knoblauch ist eine Kulturpflanze und gelangte aus Zentral- und Südasien über das Mittelmeer nach Europa. Die Wildform gilt als ausgestorben.

Der gewöhnliche Knoblauch ist eine krautige, 30 bis 90 cm hoch wachsende Pflanze mit spitzen, bläulich-grünen Blättern. Der Blütenschaft ist rund und trägt eine Scheindolde mit wenigen weißen oder rosafarbenen Blüten. Verwendet wird die Sprosszwiebel, die sich aus etwa 8 bis 12 Nebenzwiebeln, den Knoblauchzehen, zusammensetzt.

Der Knoblauch, mit kugeliger, häutiger, aus mehreren kleinen, länglichen Zwiebeln (Zehen) zusammengesetzter Zwiebel, 60-90 cm hohem, stielrundem Sproß, breitlinealen, flachen, etwas rinnigen Blättern, langgeschnäbelter, hinfälliger Scheide und einer Blütendolde, in welcher zwischen zahlreichen Zwiebelchen wenige weißlich rosenrote Blüten stehen, die keinen Samen entwickeln, ist perennierend, stammt aus dem Orient, kommt bei uns verwildert vor und wird in sandigem Boden von alter Kraft in warmer Lage kultiviert.

Man steckt die Zehen im Herbst oder März 20 cm weit voneinander und erntet sie im August, erhält aber viel größere Zwiebeln, wenn man die Pflanze zweijährig werden lässt. Die Zwiebelchen der Blütendolde brauchen ein Jahr mehr zur Entwickelung.

Der Knoblauch wird als Würze für Saucen und Fleischspeisen benutzt. Man braucht ihn außerdem in Abkochung zu Klistieren, um die Askariden (Spulwürmer) zu vertreiben, früher auch als Arzneimittel und zur Zeitigung von Geschwüren. Der oft als unangenehm empfundene Geruch nach dem Genuß von Knoblauch rührt von den Abbauprodukten schwefelhaltiger Inhaltsstoffe wie dem Alliin, das zu Allicin umgewandelt wird, her. Knoblauch ist eine wichtige Selenquelle.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Knoblauch aus der freien Enzyklopädie  Wikipedia  und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


 

Fenchel

Fenchel

Fenchel; engl. Fennel (Foeniculum vulgare) ist eine Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Anbau
Fenchel ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu 1,50 m hoch werden kann. Im 2. Jahr wird ein Blütenstand ausgebildet, dann ist sie nicht mehr als Gemüse zu gebrauchen. Sie benötigt einen warmen Standort mit nährstoffreichem Boden. Die grünen Blätter können fortlaufend geerntet werden. Für die Samen wird Fenchel in der Provence zum Michaelstag am 29. September geerntet, wenn er den Höhepunkt seiner Reife erlangt hat und Samen bildet.

Inhaltsstoffe
Fenchel enthält Ätherisches Öl (Frucht: trans-Anethol, Fenchon, α-Pinen, Camphen, Myrcen, α- und β-Phellandren, α-Terpinen, cis-Anethol, Limonen, Terpinolen, Estragol, p-Cymol; Kraut: α-Phellandren, α-Pinen, cis-Anethol, Myristicin, α-Terpinen, Limonen; Wurzel: Dillapiol, Myrcen, α- und β-Pinen, α- und β-Phellandren, α- und β-Terpinen, Myristicin, cis-Ocimen, Fenchon, Anethol), Kieselsäure, Mineralsalze, Stärke, Vitamin A, B und C. Der Vitamin-C-Gehalt der frischen Pflanze (Blätter) in mg pro 100 g Frischegewicht beträgt 247,3 mg.


Verwendung in der Küche
Weiterverarbeitet und genossen werden einerseits die Knollen (v.a. in Salaten, Gemüsegerichten und als Beilage zu gedünsteten Fischgerichten), andererseits die Samen, die dem Anis sehr ähnlich schmecken. Letztere werden manchmal als Gewürz in Schwarzbrot mitgebacken oder zu einem Tee aufgegossen, der beruhigend bei Magen- und Darmbeschwerden wirkt. Fenchel gehört traditionsgemäß zu Fisch. Gegrillter Seebarsch und Rote Seebarbe werden auf getrocknetem Fenchel flambiert. Er wird Saucen und Hackfleisch beigemischt. Feingehackte Fenchelblätter nimmt man in geringer Menge zum Würzen von Suppen, Salaten, Mayonnaisen und für die "Sauce vinaigrette". Auch in der indischen Küche sind Fenchelsamen sehr beliebt und verbreitet.


Fenchel als Heilmittel
Fenchel wirkt aufgrund der ätherischen Öle schleimlösend, entkrampfend und harntreibend. Vergleicht man die antiseptische Wirkung des Fenchelöl mit Phenol, so ist Fenchelöl 13 mal stärker. Fencheltee mit Honig ist ein altbewährtes mildes Hustenmittel. Bei Kopfschmerzen und Migräne soll ein mit starkem Fencheltee angefeuchtetes Tuch helfen, das auf die Stirn gelegt wird. Ungesüßter Fencheltee ist außerdem ein altbewährtes Hausmittel gegen „Bauchweh“ bei Säuglingen und Kleinkindern. Umschläge mit Fenchelwasser wirken bei Entzündungszuständen am äußeren Auge angenehm lindernd.

Fenchel im Aberglauben
Wer am 24. Juni, dem Tag des Heiligen Johannes, Fenchelsträuße an Tür und Fester aufhängt, der verhindert das Eindringen böser Geister. Wer Neuvermählten Fenchelsamen auf dem Weg streut, sorgt für ihr Glück; wer Fenchelsamen in die Schlüssellöcher spukender Häuser legt, treibt so die bösen Mächte aus und wer schließlich Wein mit Fenchelsamen trinkt, bringt Schwung in sein Liebesleben. Wahrsager sollen mit Fenchelsamen verzauberte Personen heilen.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Fenchel aus der freien Enzyklopädie  Wikipedia  und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Dill

Dill (bot. Anethum graveolens L.), auch Gurkenkraut genannt, ist eine ursprünglich aus Zentralasien stammende Gewürz- und Heilpflanze in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae, veraltet Umbelliferae).

Inhaltsstoffe
Dill enthält Ätherisches Öl (Frucht: Carvon, Limonen, Anethofuran, α- und β-Phellandren, Myrcen, α-Pinen, Carveol, Terpinen, Dihydrocarvon; Kraut: α- und β-Phellandren, Limonen, Anethofuran; Wurzel: Dillapiol, Apiol), fettes Öl (β-Sitosterin) und Spuren von Bergapten, den Cumarinen Scopoletin und Umbelliferon, weiterhin Aesculetin, Umbelliprenin, Kaffee-, Ferula- und Chlorogensäure, Vicenin.


Verwendung in der Küche
Als Gewürz wird der geschmacklich mit Anis und Kümmel verwandte Dill heute in ganz Europa verwendet, u.a. zur Verfeinerung von Salaten, Saucen oder Fischgerichten, zur Herstellung von Kräuteressig oder für die Konservierung von Gemüse (eingelegte Gurken). Dabei werden sowohl die getrockneten Früchte als auch das frische oder getrocknete Kraut genutzt.

Die Verwendung als Küchengewürz ist regional sehr unterschiedlich. Dill ist das Würzkraut der Landesküchen Skandinaviens und des Baltikums. In der zentral- und osteuropäischen Küche spielt Dill ebenfalls eine sehr große Rolle. Ungarn ist der Haupterzeuger von Öl aus Dill (es wird in Medikamenten, Seifen, Reinigern und Gewürzen verwendet). In den romanischen Ländern ist Dill dagegen nahezu unbekannt. Dill paßt gut zu Fisch. Eine Spezialität ist der Gravlax, ein mit grobem Meersalz und viel Dill marinierter Ostseelachs.


Verwendung in der Pflanzenheilkunde
Aufgrund seiner Wirkungen wird Dill aber auch als Heilpflanze verwendet. In der Pharmazie wird der Dill auch Fructus Anethi genannt. Die ätherischen Öle des Dills wirken appetitanregend, verdauungsfördernd, krampflösend und nervenberuhigend. Dill beugt Infektionen vor und stärkt das Immunsystem und wirkt bei Verdauungsstörungen wie Magenverstimmungen, Koliken, Blähungen (besonders in Mitteln gegen Bauchschmerzen bei Kleinstkindern).

Dill wird seit der Antike geschätzt. Die Ägypter zählten Dill bereits zu den Heilpflanzen und die Römer bekränzten sich bei ihren Gelagen mit Dill und gaben Dill in die Speisen, die den Gladiatoren gereicht wurden, weil man ihnen stärkende Wirkung zuschrieb Die Griechen haben zur selben Zeit schon mehr seine beruhigende Heilwirkung geschätzt und in den Klostergärten stand Dill, weil er angeblich die fleischlichen Begierden dämpft. So empfiehlt Tabernaemontanus ... Den jenigen so dess Nachts mit schrecklichen Träumen geplagt werden/ unrüwig schlaffen/ viel im Schlaff schnarcheln/ und bissweilen auffwischen und auss dem Beth springen/ denen sol man frisch Dillkraut under den Kopff legen.

Wer nicht unbedingt Dill im Bett haben möchte, kann sich aber aus Dillsamen auch Tee zubereiten – 1 Teelöffel pro Tasse beruhigt die Nerven und fördert den Schlaf. Auf dem Land wird Dill auch für das Vieh verwendet. Hatte eine Kuh gekalbt, mischte man ihr in den ersten Trank Dill und Kümmel. Ein Tee aus Dill, Majoran und Kümmel soll helfen, wenn eine Kuh gebläht ist.


Dill im Aberglaube
Ein Sträußchen Dill über der Tür schützt vor Menschen, die einem etwas Böses wollen. Als Badezusatz macht Dill unwiderstehlich. Und wer als Braut sicherstellen möchte, dass Frau nach der Hochzeit daheim das Sagen hat, sollte sich etwas Dill und Senfkörner in die Brautschuhe legen und während der Trauung leise vor sich hin flüstern „Ich habe Senf und Dill, mein Mann muß tun, was ich will“ .

Im Volksglauben stand der Dill als „Samen des Merkur“ in dem Ruf, bösen Zauber zu verhindern und Dämonen abzuwehren. Neugeborene wurden mit Dill und Salz bestreut. Auch in Schleswig war man überzeugt, dass es ratsam sei, als Abwehrzauber Dillsamen bei sich zu tragen. Zusätzlich konnte häusliches Unglück vermieden werden, wenn man Dillsamen in eine Schweinsblase füllte und diese dann fest verschnürt in ein gebohrtes Loch in einen der Eckständer des Hauses steckte.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Dill (Pflanze) aus der freien Enzyklopädie  Wikipedia  und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Weitere Infos auf dieser Webseite suchen:

Kreta
Kreta Forum
ORTE
Ostkreta
Agios Nikolaos
Kritsa
Ierapetra
Sitia
Elounda
Spinalonga
Vai
Kato Zakros
Zentralkreta
Heraklion
Knossos
Chersonissos
Malia
Bali
Panormo
Rethimnon
Platanes
Moni Arkadi
Plakias
Preveli
Agia Galini
Matala
Kalamaki
Pitsidia
Lendas
Westkreta
Hania
Georgioupolis
Agia Marina
Platanias
Kolymbari
Kissamos
Paleochora
Samariaschlucht
Weiße Berge
Hora Sfakion
Imbros-Schlucht
INFOS
Über Kreta
Verkehrsmittel
Unterkunft
Wohin auf Kreta?
Essen
Trinken
Tipps
Geld
Medien
Flora
Fauna
Kreta Diät
Zahlen
Geschichte
Höhlen
Sport
Schlangen
SPECIALS
Übersicht
Bekannte Kreter
Atlantis
Minoische Paläste
Gournia
Gortys
Museum von Heraklion
Alte Geschichte
Interessante Bäume
Greifvögel
Olivenbaum
Kräuter und Gewürze
Markthalle von Hania
Links
Bücher
Gästebuch
Impressum