War Atlantis die Insel Santorini?





 


Kaum eine antike Überlieferung hat die Menschheit mehr beschäftigt als die Geschichte von Platon über das sagenhafte Land Atlantis. Wo war Atlantis? Diese Frage ist das große ungelöste Rätsel, eines der meist diskutierten Themen der Historiker überhaupt. Einiges spricht dafür, dass Atlantis die heutige Insel Santorini (Thira), etwa 200 km nördlich von Kreta, war.



Gründe, die die These unterstützen, dass Santorini Atlantis war:

- Platon sprach von einer runden Insel mit einer engen Hafeneinfahrt. Beides trifft auf Santorini genau zu.

- Nach Platon gab es auf der Insel heiße Quellen. Durch seine vulkanische Aktivität ist Santorini einer der wenigen Orte in Europa mit heißen Quellen.

- Atlantis ging unter, weil die Götter zornig waren: Die Waffen der Götter im alten Griechenland waren meist Feuer und Blitz. Dies spricht für einen Vulkanausbruch, der auch tatsächlich nach geologischen Untersuchungen vor 3500 Jahren stattfand. Santorini ist einer der wenigen Vulkane Europas. Wenn Atlantis im Mittelmeer war, kommt somit eigentlich nur Santorini in Frage.

- Nach Platon hatte Atlantis eine sehr hochentwickelte Kultur. Nach archäologischen Befunden gab es auf Santorini tatsächlich eine entwickelte Kultur, lange vor der Zeit der Minoer auf Kreta.

Gründe, die der These widersprechen, dass Santorini Atlantis war:

- Platon sprach von einem Ort außerhalb des Mittelmeers. Es könnte sich jedoch um einen Übersetzungsfehler / Überlieferungsfehler handeln

- Nach Platon war "Atlantis größer als Libyen und Asien" zusammen. Santorini hat einen Durchmesser von nur etwa 20 km und ist somit eine selbst für Griechenland kleine Insel. Sogar Nachbarinseln wie die Insel Naxos sind um ein Vielfaches größer. Noch viel größere Inseln sind Kreta oder Rhodos. Außerhalb Europas gibt es mehrere andere Orte, auf die diese Aussage von Atlantis zutreffen könnte

- Es ist nicht sicher, dass es Atlantis überhaupt gab. Die Geschichte könnte einfach nur ein Mythos sein. Es sind sehr wenige Schriften über Atlantis überliefert. Möglicherweise ist das Ganze nur eine Art antikes Märchen.



Folgender Artikel fasst unter anderem andere Theorien über Atlantis zusammen:


Atlantis (Mythos)

Atlantis ist die allgemein geläufige Bezeichnung für jenen Inselkontinent, der von dem griechischen Philosophen Platon in seinen um 360 v. Chr. abgefassten Dialogen Timaios und Kritias erwähnt wird. Mit Atlantis bzw. Atlantern bezeichnet man meist auch die Hauptstadt dieses Inselkontinents und seine Bewohner.

Platon selbst nennt keine Namen für Insel, Stadt und Volk, sondern bezeichnet sie nach ihrem ersten König Atlas adjektivisch als "atlantisch" bzw. genitivisch als "Atlantis", woraus die Rezeption dann den Namen Atlantis gebildet hat. Dieser erste König Atlas von Atlantis ist nicht zu verwechseln mit dem Himmelsträger Atlas aus der griechischen Mythologie.

Atlantis ist kein Mythos. Entweder es handelt sich um eine Erfindung Platons, dann ist es eine Fiktion, oder es handelt sich tatsächlich um eine Überlieferung aus ägyptischen Quellen, dann ist es ein historischer Bericht.

Ursprung
Ursprung und einzige schriftliche Quelle über Atlantis sind die beiden oben erwähnten Werke von Platon. In den Dialogen erzählt Kritias seinen Gesprächspartnern Hermokrates, Timaios und Sokrates die Geschichte, die er von seinen Vorfahren überliefert bekam. Quelle dieser Überlieferung ist der attische Staatsmann Solon, der um 570 v. Chr. das alte Ägypten bereist hat. Dort, in der damaligen Hauptstadt Sais, sollen ihm Priester der Neith die Atlantis-Geschichte erzählt haben.

Es ist unklar, ob die Dialoge Timaios und Kritias eine reelle Diskussion der genannten Personen darstellen oder ob diese lediglich als literarische Figuren verwendet werden, um der Geschichte mehr Authentizität zu geben. Als gesichert gilt, dass Solon Ägypten besuchte (vgl. Hdt. I 30,1 und II 177,2). Aber ob und was ihm von Atlantis berichtet wurde, ist nicht bekannt. Warum die Geschichte, die angeblich von Athens größter Heldentat berichtet, in der Zeit zwischen Solon und Platon von keinem anderen Autor erwähnt wird, ist ebenfalls rätselhaft.


Platons Beschreibung
Nach Platon existierte bis neuntausend Jahre vor Solons Zeit (etwa 9600 v. Chr.) ein Inselreich von der Größe Kleinasiens (Asia) und Nordafrikas (Libya) im „westlichen Meer“, „außerhalb der Meerenge“ und vor den „Säulen des Herakles“ – was von vielen Atlantis-Suchern als Hinweis auf einen Ort im Atlantik westlich der Straße von Gibraltar gedeutet wurde. Jenseits dieser Meerenge liegt nach der griechischen Mythologie das Gebiet des Gottes Poseidon. Dessen Sohn Atlas ist bei Platon König des Inselreiches, das deshalb Atlantis heißt. Das darumliegende Meer ist der Atlantische Ozean, ein Begriff, der sich bis heute gehalten hat.

Platon beschreibt die große Insel als äußerst fruchtbar und volkreich, auch habe es dort Berge großer Höhe gegeben. Die Hauptstadt von Atlantis habe am Rande einer riesigen, zentral gelegenen Ebene am Meer gelegen und wies in ihrem Zentrum drei konzentrische Wasserringe auf, die um einen mittleren Hügel mit Tempeln und der Königsburg lagen. Diese Tempel überzogen die Atlanter mit einem zu Platons Zeiten unbekannten Material namens Oreichalkos, das sie nach dem Gold am meisten schätzten.

Das übermächtige Atlantis eroberte laut Platon sämtliche Länder im Mittelmeerraum. Nur das Ur-Athen, dessen Beschreibung auffallend Platons Idealstaat in der Politeia ähnelt, kann sich der Eroberung widersetzen und den Gegner zum Rückzug zwingen. Wenig später versinkt Atlantis durch eine Naturkatastrophe innerhalb „eines schlimmen Tages und einer schlimmen Nacht“ im Meer.

 

Hypothesen
Die Diskussion um Realität oder Fiktion des Atlantis-Berichts dauert an und es gibt zahlreiche mehr oder weniger plausible Erklärungsversuche. Keine dieser Thesen kann Platons Beschreibung eins zu eins übernehmen, sondern muss ihm bei einigen Punkten Fehler unterstellen, die die ursprüngliche Atlantis-Geschichte fast zu Unkenntlichkeit entstellen. Einige der bekanntesten Hypothesen sind:


Erfindung
Die Mehrzahl der Archäologen und Althistoriker geht davon aus, dass es sich bei Atlantis um eine literarische Fiktion Platons handelt, anhand derer Platon diverse politische und geschichtliche Erkenntnisse exemplarisch vor Augen führen wollte. So meint der US-Amerikaner W. A. Heidel, Platon habe absichtlich ägyptische Priester als Quelle der Geschichte angegeben, weil er Satire beabsichtigte. Die Ägypter gaben laut Platon an, Athen sei um tausend Jahre älter als die Kultur am Nil. Laut Heidel wollte Platon damit den griechischen Traditionalismus verspotten. Der deutsche Philologe Heinz-Günther Nesselrath hält es für eine Art antike Science-Fiction, in der Platon Elemente des Perserreichs, der Karthager sowie den Untergang Helikes mit eigenen Ideen verknüpft. Die Existenz eines steinzeitlichen Weltreichs halten die meisten seriösen Forscher heute für unglaubwürdig, und schon Platons Schüler Aristoteles hielt die Atlantis-Geschichte für erdacht.


Atlantik
Eine Vielzahl von hauptsächlich pseudo-wissenschaftlichen Autoren nimmt Platons Beschreibung wörtlich und vermutet einen untergegangenen Kontinent im Nordatlantik. Für den Untergang von Atlantis werden dabei oft die phantastischsten Szenarien konstruiert, von Meteoriteneinschlägen bis Atombombenexplosionen. Die Überlebenden der Katastrophe sollen schließlich nach Ost und West geflohen sein und bei ihrer Ankunft den Menschen in der Alten und Neuen Welt die Zivilisation gebracht haben. Populär wurde diese These vor allem durch den Amerikaner Ignatius Donnelly, der in seinem 1882 veröffentlichten Buch Atlantis nicht nur zur Wiege der menschlichen Zivilisation erklärte, sondern auch dessen Untergang mit der biblischen Sintflut in Verbindung bringt. Obwohl die meisten Punkte von Donnellys Theorie im Laufe der Zeit widerlegt wurden, griffen etliche andere Autoren seine Ideen auf, u.a. Otto Muck, Erich von Däniken und Uwe Topper. Robert Anton Wilson und Robert Shea parodieren einige dieser Autoren in ihrem zweiten Illuminatus!-Roman "Der goldene Apfel".


Thera
Zu den wenigen ernsthaft diskutierten Orten für die einstige Lage von Atlantis gehört die griechische Vulkaninsel Santorini (im Altertum: Thera). Der französische Archäologe Louis Figuier meinte 1872 als erster, die kurz zuvor von Ferdinand André Fouqué entdeckten Mauern seien die Überreste von Atlantis, und einige Jahre später brachte sein Landsmann August Nicaise den Vulkanausbruch mit dem Untergang der Minoer auf Kreta in Verbindung. Der griechische Archäologe Spyridon Marinatos grub 1967 auf Thera die Ruinen einer minoischen Stadt aus und fand Hinweise auf eine Eruption im frühen 15. Jahrhundert v. Chr.. In neuerer Zeit wurde der Zeitpunkt des Ausbruchs jedoch auf 1628 v. Chr. datiert, womit Marinatos' Theorien ins Wanken gerieten, da die Minoische Kultur auf Kreta noch etwa bis 1450 v. Chr. existierte.


Troja
Der Schweizer Geoarchäologe Eberhard Zangger sieht den Atlantis-Mythos als ägyptische Version der Ilias, also des Kampfes um Troja. Als Grund für Platons falsche Angaben zu Zeit und Ort sieht er Übersetzungsfehler der Ägypter. So meinten sie nicht 9000 "normale" Jahre, vor denen Atlantis versunken sein soll, sondern 9000 Mondjahre (also Monate). Mit den Säulen des Herakles sei nicht die Meerenge von Gibraltar gemeint, sondern die Dardanellen. Zangger findet in seinem Buch knapp 600 - teils plausible, teils konstruierte - Übereinstimmungen zwischen Atlantis und Troja, angefangen bei der Größe der Flotte über den Stierkult bis hin zu den Gottheiten.


Tantalis
Das in der heutigen westlichen Türkei vermutete Königreich des mythischen Tantalos ist laut Peter James identisch mit Platons Atlantis. Im 13. Jahrhundert v. Chr. wurde es angeblich durch ein Erdbeben und einer daraus resultierenden Flutwelle zerstört. Die Stadt, die einmal in der Nähe des heutigen İzmir gelegen haben soll, ist allerdings bis heute nicht ausgegraben.


Spanien
Nach der ursprünglichen Hypothese von Georgeos Díaz-Montexano (veröffentlicht im Jahr 2000) habe Atlantis ebenfalls in der späten Bronzezeit an der spanischen Südküste gelegen und zwar in Tartessos (dem biblischen Tarschisch) in der Nähe des heutigen Cádiz. Diese Stadt sei im 13. Jahrhundert v. Chr. aus noch ungeklärten Gründen untergegangen. Ihre Bewohner zogen ostwärts und überfielen dabei Städte im heutigen Syrien sowie an der Levante (z.B. Ugarit). Auch in Ägypten fielen sie ein, wurden aber von Pharao Ramses III. zurückgeschlagen. Diese Völkerwanderung ist heute als Seevölkersturm bekannt. Auch Rainer Kühne (veröffentlicht im Jahr 2003) vertritt diese Hypothese.


Schwarzes Meer
Nach einer jüngst vom Hamburger Wirtschaftswissenschaftler Siegfried Schoppe vertretenen Theorie soll Atlantis im Nordwesten des Schwarzen Meeres gelegen haben und ca. 5500 v. Chr. durch eine schlagartige Flutung des Schwarzen Meeres untergegangen sein. Demnach wäre mit den Säulen des Herakles der Bosporus gemeint. Der Untergang führte zu der jungsteinzeitlichen Revolution in Europa, der Ausbreitung der indoeuropäischen Sprachen und dem Auftauchen einer ersten Schrift 5500 v. Chr. auf dem Balkan. Erst später - durch die Einwanderung der Protogriechen aus dem nördlichen Schwarzmeerraum auf die griechische Halbinsel 1950 v. Chr. - wurde "der Westen" schrittweise in Richtung Gibraltar transponiert. Der sagenhafte Stoff Oreichalkos sei demnach der Obsidian-Stein, der als Zahlungsmittel eine Blüte erlebte und 5500 v. Chr. in Europa durch die Spondylus-Muschel abgelöst wurde. Als letzter Rest der "Insel" Atlantis verbleibt die Schlangeninsel, ein Buntsandsteinhorst wie Helgoland mit einem Durchmesser von 600 Metern im nordwestlichen Schwarzmeer.


Zypern
Erst im April 2004 startete der Amerikaner Robert Sarmast eine Expedition, die beweisen soll, dass mit Atlantis Zypern gemeint war. Mit geologischen Vermessungen des Meeresbodens zwischen Zypern und Syrien hofft er Hinweise darauf zu finden, dass sich dieser Landteil einmal über Wasser befunden habe. Das von Platon beschriebene Oreichalkos sei laut Sarmast Kupfer, für dessen Reichtum Zypern schon in der Antike bekannt war.

Im November 2004 verkündete Sarmast, Beweise für seine These gefunden zu haben. Demnach läge Atlantis auf einer heute versunkenen Ebene zwischen Zypern und Syrien. Auf Sonarbildern habe man Mauern entdeckt, welche zur Akropolis von Atlantis gehörten. Ihre Lage entspreche den Beschreibungen, die Platon in seinen Schriften gab.


Patara
Für Patara in der Türkei als Kandidat für Atlantis sprechen u.a. folgende Argumente: Es liegt jenseits der Säulen des Herakles, wenn Platon damit nicht Gibraltar, sondern den Koloss von Rhodos gemeint hat; neuere Münzfunde belegen die historische Schreibweise Atara statt Patara, was bei einer Aussprache des "r" als "l" schon nahe an "Atlantis" herankommt; Patara besitzt wie Atlantis einen sehr großen Hafen; laut Herodot besaß Patara einen Apollo-Tempel und (wie Delphi) ein eigenes Orakel, wo eine Jungfrau, als Amazone gekleidet, unter Weihrauch-Dämpfen und von einer Schlange und einer Eule umgeben, weissagte; gerade wurde in Patara auch der überdimensional große Königspalast identifiziert; wie Atlantis wurde Patara durch Erdbeben zerstört.


Helgoland
Der deutsche Pastor und Privatgelehrte Jürgen Spanuth war davon überzeugt, dass Atlantis während der späten Bronzezeit in der Nordsee lag und die Beweise dafür auf dem Meeresgrund nahe bei Helgoland zu finden wären. Früher lag der Grund der Nordsee über dem Meeresspiegel und besaß fruchtbare Ebenen. Besiedlungen wurden auf dem Meeresgrund bereits entdeckt. Die Atlanter wären demnach Germanen gewesen.

Atlantis wäre damit identisch mit dem germanischen Thule.

Außerdem spräche für Helgoland, dass es das Metall/Gestein, mit dem die Atlanter ihre Paläste am liebsten "nach dem Gold" verzierten, Oreichalkos (nach Spanuth = Bernstein), dort gäbe. Die Befürworter der "Schwarzes Meer-Theorie" übersetzen Oreichalkos als Messing, was es auf Helgoland wiederum nicht gibt.

Weitere Personen die eine ähnliche These zu Atlantis vertreten, sind der Gründervater der FKK-Bewegung und spätere Nationalsozialist Heinrich Pudor (Helgoland - Heiligland Leipzig 1935, Zeitschrift für Helgolandforschung), Otto Muck und der Gründer der Sternwarte Bochum Heinz Kaminski in seinem Buch Sternenstrassen der Vorzeit. Auch Immanuel Velikowski ging von einem Kometeneinschlag aus, der Atlantis versenkte.

siehe auch: Rungholt, Vineta, Pseudowissenschaft.


Tunesien
Eine Theorie besagt, dass Atlantis ein Reich sein könnte, das im Hinterland von Tunesien zu suchen ist. In diesem heute wüstenartigen Gelände existieren Reste von Salzseen, die in ihrem Niveau nicht höher als das Mittelmeer sind. Es wird von den Verfechtern davon ausgegangen, dass diese Flächen früher Teil des Mittelmeers waren oder von diesem aus hätten bereist werden können, und somit die Grundlage für die Existenz einer See-Nation gegeben war.


Megalithkultur
Eine Hypothese besagt, dass es sich bei der Atlantis-Kultur um die Megalithkultur handelt. Sie war eine jungsteinzeitliche Hochkultur (vor den Ägyptern) in Westeuropa (Irland, Bretagne). Ihre Hauptstadt, möglicherweise Carnac, weist Ähnlichkeiten mit der atlantischen Hauptstadt auf (zum Beispiel große schiffbare Kanäle, fruchtbare Ebenen). Bei Absenkung des Meeresspiegels auf die damalige Höhe entstanden dort die Ringe aus Land und Wasser, die der Sage nach um den Poseidontempel und den Königspalast gezogen waren. Die Megalithkultur besaß großes astronomisches Wissen und baute das berühmte Stonehenge. Die Megalith-Menschen huldigten nachweislich, wie die Atlanter, einem Stierkult. Atlas entstand aus einer Luftspiegelung über dem Meer. Die Menhiralleen waren möglicherweise riesige Beobachtungsstellen für die Beobachtung von Fata-Morgana-Erscheinungen über dem Atlantik. Auch der Untergang der Insel findet sich in der irischen Mythologie wieder. Dort sind keltische Angreifer vor einem Sturm zu einer wundersamen Insel gefahren. Im Sturm wurden alle Boote vernichtet, die Insel versank. Ein Boot entkam, weil es wegen Schäden die Expedition nicht mitmachte, und brachte die Kunde von der versunkenen Insel zurück. Erst 1865 wurde die Phantominsel O'Brazil von den Seekarten offiziell gestrichen. Die silbernen Fassaden von Atlantis kann man heute an dem rekonstruierten Megalithgrab Newgrange in Irland bewundern.


Malaiische Archipel
Robert Schoch von der Universität Boston glaubt Beweise für eine prähistorische Hochkultur auf dem malaiischen Archipel gefunden zu haben. Diese soll wichtige Schritte in der Entwicklung der Zivilisation gegangen sein. Nach dem Untergang dieses Reiches um 4000 v. Chr. sollen sich die Bewohner über die gesamte Welt verteilt und somit in Regionen wie Ägypten, Mesopotamien und Mittelamerika den Pyramidenbau sowie den Mythos von Atlantis gebracht haben.


Antarktis
Nach der von Charles Hapgood ausgearbeiteten Theorie, die der Wissenschaftsjournalist Graham Hancock erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorstellte, handelt es sich bei Atlantis um die Antarktis, die sich in historischer Zeit in einer wärmeren Klimazone befunden habe. Einzelne Verfechter der Antarktis-Theorie bemühen auch gerne eine der ersten Seekarten, die zu Südamerika existieren, nämlich die Karte des türkischen Admirals Piri Reis (Karte des Piri Reis), die als Beleg dienen soll, dass die Küste der Antarktis vor gerade einmal 500 Jahren noch per Schiff bereist werden konnte. Dies ist aber insofern umstritten, als auf diesem Dokument die Küste Südamerikas aus teils rein praktischen und teils kartografischen Gründen umgebrochen erscheint, so daß das diskutierte Fragment einer Küstenlinie schlicht zu Südamerika gehören könnte.


Missbrauch
Neben vielen ernstgemeinten Erklärungsversuchen hat sich eine regelrechte Atlantis-Industrie herausgebildet, die unter Ausnutzung der Unwissenheit der Menschen die verrücktesten Ideen über Atlantis verbreitet. Aber auch politisch wurde die Atlantis-Überlieferung bereits missbraucht: So sahen z.B. viele Nationalsozialisten in Atlantis (bzw. Ultima Thule) die nordische Urheimat der arischen Rasse.


Filmographie (Auswahl)
Das Thema "Atlantis" wurde auch in Kino- und TV-Filmen aufgegriffen. Die erste Verfilmung stammt aus dem Jahr 1913.

Ercole alla conquista di Atlantide (1961) (Hercules erobert Atlantis) 
Atlantis, the Lost Continent (1961) (Atlantis - der verlorene Kontinent) 
Man from Atlantis (1977) (TV) (Der Mann von Atlantis) 
Warlords of Atlantis (1978) (Der sechste Kontinent) 
Atlantis, the lost Empire (2001) (Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt) (Disney-Film) 
Siehe auch: Atlantis (Film) - Filmographie bei IMDB (http://www.imdb.com/find?tt=on;nm=on;mx=20;q=atlantis)

In den 1930er-Jahren und nach dem Zweiten Weltkrieg erschien zudem in Deutschland eine Heftroman- und Taschenbuchserie mit dem Titel Sun Koh - Der Erbe von Atlantis des Autors Paul Alfred Müller (unter verschiedenen Pseudonymen, u. a. Lok Myler und Freder van Holk).


Literatur
Matthias Schulz: Das Puzzle des Philosophen, in: Der Spiegel 53/1998, S. 156-167. 
Ignatius Donnelly: Atlantis, die vorsintflutliche Welt, Eßlingen 1911. 
James Mavor: Reise nach Atlantis, Molden Verlag, München 1969. ISBN 3423009144 
Otto Muck: Alles über Atlantis, Econ-Verlag, Düsseldorf/Wien 1976. ISBN 3426035480 
Jürgen Spanuth: Die Atlanter - Volk aus dem Bernsteinland, Grabert-Verlag, Tübingen 1976 ISBN 3878470347 
Günther Kehnscherper: Auf der Suche nach Atlantis, Urania-Verlag. Leipzig 1978. ISBN 3332001612 
Eberhard Zangger: Atlantis - Eine Legende wird entziffert, Droemer Knaur, München 1992. ISBN 3426265915 
Burchard Brentjes: Atlantis - Geschichte einer Utopie, DuMont Buchverlag. Köln 1993. ISBN 3770129105 
Heinz-Günther Nesselrath: Platon und die Erfindung von Atlantis. Lectio Teubneriana XI. K.G. Saur Verlag, München/Leipzig 2002. ISBN 3598775601 
Franz Wegener: Das Atlantidische Weltbild - Nationalsozialismus und Neue Rechte auf der Suche nach der versunkenen Atlantis. Kulturförderverein Ruhrgebiet e.V., Gladbeck 2001, ISBN 3931300048 
Robert Schoch: Die Weltreisen der Pyramidenbauer, Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3861504464 
Siegfried und Christian Schoppe: Atlantis und die Sintflut, Books on Demand, Norderstedt 2004, ISBN 3833413913 

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