Bedeutende Kreter









 


Die in Deutschland bekannteste lebende Person, die auf der Insel Kreta geboren ist, ist wohl die Sängerin Nana Mouskouri. Ihr Lied "Weiße Rosen aus Athen" gehört zu den berühmtesten Schlagern überhaupt. Nana Mouskouri wurde im Jahr 1930 in Chania, der zweitgrößten Stadt der Insel Kreta, geboren. Mehrere hundert Millionen Schallplatten und CDs wurden weltweit von der kretischen Sängerin verkauft. Kaum jemand sonst kann in so vielen Sprachen quasi akzentfrei Singen wie die Kreterin Nana Mouskouri. Sie singt nicht nur auf Griechisch und Deutsch perfekt, sondern auch zum Beispiel auf Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. Auch ihre Stimme gilt als absolute Weltklasse. Nana Mouskouri ist ein musikalisches Jahrhundert-Talent und die vielleicht wichtigste Sängerin in Europa der letzten 50 Jahre.



Es gibt noch weitere wichtige Menschen, die in Kreta geboren sind.

Im folgenden drei Artikel handeln von drei sehr bekannte Söhne unserer Insel Kreta:


Der Schriftsteller Nikos Kazantzakis

Nikos Kazantzakis (* 18. Februar 1883 in Heraklion, Kreta, Griechenland; † 26. Oktober 1957 in Freiburg im Breisgau) war einer der wichtigsten griechischen Schriftsteller.


Leben

Nikos Kazantzakis wächst in einfachen Verhältnissen in Kretas Hauptstadt Megalokastro - dem heutigen Heraklion (Kreta) - auf. Als junger Mann verlässt er die Insel und geht nach Athen, um Rechtswissenschaften zu studieren (1902 - 1906). Bereits in dieser Zeit entstehen seine ersten Werke. Mit dem Roman "Der Tag bricht an" (1907) wird Kazantzakis in ganz Griechenland bekannt. Er beendet sein Studium und geht nach Paris. Am Collège de France (Paris) studiert er zwei Jahre Staatswissenschaften (1907 - 1909) unter der Leitung von Heinrich Bergsson, den er als einen seiner wichtigsten Lehrer bezeichnet. In dieser Zeit entstehen weitere Romane, Schauspiele und philosophische Texte. Kazantzakis schließt sein Studium mit einer Dissertation über Friedrich Nietzsche ab und kehrt 1909 nach Griechenland zurück. Dort lernt er die junge Intellektuelle Galatea Alexiou kennen, die er 1911 heiratet.




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Nun beginnt eine unstete Phase in Kazantzakis Leben. Er bereist unter anderem Griechenland, Deutschland, Österreich, die Schweiz, Russland, China, Japan, Italien, Ägypten, Palästina, Spanien. In einigen Ländern ist er zu Besuch, in anderen lässt er sich für eine kurze Zeit nieder. Er arbeitet als Journalist, Auslandskorrespondent, Übersetzer, Autor und engagiert sich in der griechischen Politik. Einige Monate lang wird er Generaldirektor des Ministeriums für Soziales unter Venizelos (1919 - 1920). Er organisiert die Repatriierung von 150.000 Griechen aus dem Kaukasus. In dieser Phase seines Lebens entstehen wichtige Übersetzungen (Dantes "Göttliche Komödie", Goethes "Faust"), das Werk "Askitiki" und viele Reiseberichte. Immer wieder bereist Kazantzakis die Sowjetunion. Er begeistert sich für die Ideen des Kommunismus und des Sozialismus, schreibt Drehbücher, Essays und Artikel in der Prawda. Wegen seiner politischen Aktivitäten wird Kazantzakis in Griechenland sogar kurzfristig verhaftet. Nach einiger Zeit wendet er sich jedoch enttäuscht vom Kommunismus ab. Nikos Kazantzakis hat sich in seinem Leben für viele Ideale leidenschaftlich eingesetzt. Doch schließlich sagt er selbst: "Ich war ein Küfer, ein Anwalt der Katharevousa, ein Nationalist, ein Anwalt der Demotiki, ein Intellektueller, ein Poet, ein religiöser Fanatiker, ein Atheist, ein Ästhet - und nichts davon kann mich je wieder täuschen."

Im Jahr 1936 findet der Kreter zum ersten Mal eine Heimat. Er lässt sich auf der Insel Ägina nieder. Seine Ehe mit Galatea ist gescheitert. Sie haben sich bereits 1926 scheiden lassen. Kazantzakis lebt jetzt mit seiner langjährigen Weggefährtin Eleni Samiou zusammen, die er 1945 heiraten wird. Es beginnt eine sehr produktive Zeit des Autors. Er beendet eines seiner Hauptwerke, die "Odyssee", beginnt "Alexis Sorbas", "Die letzte Versuchung Christi", "Freiheit oder Tod" und arbeitet an seinem Werk über Buddha. Außerdem ist er weiterhin in der Politik aktiv, unternimmt Reisen und arbeitet ein Jahr lang für die UNESCO.

Seine letzten Jahre sind durch die Arbeit als Schriftsteller geprägt. Er zieht 1948 gemeinsam mit seiner Frau Eleni nach Antibes. Es erscheinen "Alexis Zorbas", "Die letzte Versuchung Christi" und "Die griechische Passion". Die katholische und die orthodoxe Kirche verfolgen Kazantzakis aufgrund der Bücher und der darin bestehenden Auslegungen des Lebens Christi und der kritischen Darstellung der großen Kirchen. Der Papst setzt "Die letzte Versuchung Christi" auf den Index der verbotenen Bücher (1954). Dies macht Kazantzakis endgültig weltbekannt.

Im Jahr 1953 wird bei Nikos Kazantzakis Leukämie diagnostiziert. In den letzten Jahren, die ihm verbleiben, beendet Kazantzakis die Bücher "Kapitän Michalis", den autobiografischen Roman "Rechenschaft vor El Greco" und "Mein Franz von Assisi". 1956 wird ihm in Wien der internationale Lenin- Friedenspreis verliehen. Im folgenden Jahr stirbt Kazantzakis an den Folgen seiner Krebserkrankung in Freiburg im Breisgau. Sein Grab befindet sich auf der venezianischen Festung Matinengo in Iraklion. Die Grabinschrift lautet: "Den elpizo tipota. Den fovumai tipota. Eimai eleftheros." ("Δεν ελπὶζω τὶποτα. Δεν φοβοὺμαι τὶποτα. Εὶμαι ελεὺθερος."). ("Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.").

Anmerkung: Das schlichte Grab von Kazantzakis mit der berühmten Aufschrift ist auf einem Hügel nur 15 Minuten zu Fuß von der Innenstadt von Iraklion entfernt.  Sehenswert!


Werke


Nikos Kazantzakis ist vor allem durch seine Romane bekannt. Seine zentralen Themen sind die Türkenherrschaft auf Kreta, Religion und Heuchelei, die animalische Vitalität des Lebens und die Frage nach dem Sinn des Lebens. Es finden sich immer wieder starke Vaterfiguren in Kazantzakis Büchern. Insbesondere "Kapitan Michalis" ist eine Hommage an seinen echten Vater. In vielen Büchern wird die schwierige Beziehung von Vätern und ihren Söhnen beschrieben. Andere wichtige Figuren sind die lebensfrohen, vitalen Menschen, wie Alexis Sorbas oder der Hirtenjunge Nikolios. Denen gegenüber stehen die innerlich zerissenen Personen, wie der Erzähler in "Alexis Sorbas" oder sein "Jesus von Nazareth" (Die letzte Versuchung Christi), die erst nach langem Kampf zu sich selber finden.

Eine Auswahl der bekanntesten Werke:

Askitiki (1927) 
Alexis Sorbas (1946) 
Kapitän Michalis (oder auch "Freiheit oder Tod") 1950 
Die letzte Versuchung Christi (1951) 
Mein Franz von Assisi (deutsch 1956) 
Die griechische Passion (1948) 
Rechenschaft vor El Greco (post mortem 1961) 


Verfilmungen
He who must die (Frankreich, 1957), "Griechische Passion" 
Alexis Zorbas (USA, 1964) - mit Anthony Quinn 
Die letzte Versuchung Christi (USA, 1988) - Regie: Martin Scorsese 

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Buchtipp

 

Alexis Sorbas

Alexis Sorbas ist die Hauptfigur des gleichnamigen Romans von Nikos Kazantzakis, der 1964 eine vielgerühmte Verfilmung erhielt.


Handlung
Es geht um eine Kohlemine auf Kreta, um Liebeskummer, Selbstmord und Lynchjustiz. Aber eigentlich geht es um die griechische Seele und darum, wie man das Leben trotz aller Katastrophen tanzen kann, barfuss und am Strand. Sorbas Lebensmotto "Das Leben lieben und den Tod nicht fürchten" durchzieht den Roman als Leitmotiv. Es gelingt dem Lebenskünstler Sorbas, dem verkopften, von Zweifeln und Ängsten und der Suche nach philosophischen Erklärungen geplagten Widerpart, die Freiheit der Seele zu offenbaren um diese Freiheit zu leben. Aus dem Spannungsfeld zwischen analytischem und der Sachlichkeit verpflichteten Weltbild auf der einen und dem Instinktiven und Intuitiven auf der anderen Seite schöpft das Werk seine Grundhaltung: Was zählen Moral, Anstand und Ethik wenn die Authentizität des Einzelnen dabei verliert?

Anmerkungen
Kazantzakis Roman zählt zu den großen Werken der Weltliteratur und ist vielfach preisgekrönt. Kazantzakis schrieb den in Teilen autobiographischen Roman Mitte der vierziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts in einem kleinen Dorf auf dem Peloponnes. 1946 erschien die Erstausgabe in Griechenland, 1952 folgte die deutsche Übersetzung. 1954 wurde das Werk auf der Internationalen Buchausstellung in Frankreich erstmals prämiert und gelangte danach zu Weltruhm.

Film
Die Verfilmung des Romans unter der Regie von Michael Cacoyannis folgte 1964. Der in der Hauptrolle als Alexis Sorbas agieriende Anthony Quinn begründete mit diesem Film seine Weltkarriere. Weitere Hauptrollen spielten Alan Bates und Irene Papas. Der Film erhielt insgesamt vier Oscars und zählt zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten. Am 26. März 1965 kam der Film in die deutschen Kinos und brach zahlreiche Kassenrekorde.

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Der Politiker Eleftherios Venizelos

Eleftherios Venizelos (griech. Ελευθερίος Βενιζέλος), * 23. August 1864 in Chania/Kreta), † 18. März 1936 in Paris) war Politiker und Premierminister in Griechenland.

Als Ende des 19. Jahrhunderts die Herrschaft des Osmanischen Reichs bröckelte, kam es auch auf Kreta häufiger zu Unruhen und Aufständen, die in den griechisch-türkischen Krieg 1897 mündeten. Nachdem der Krieg erfolglos verlaufen war, musste Griechenland seine Truppen von Kreta abziehen. Am 9. Dezember 1898 kam Prinz Georg von Griechenland als Gouverneur eines autonomen Kretas in die damalige Hauptstadt Chania. Als Mitglied der ersten Regierung war Eleftherios Venizelos bis 1901 Justizminister. Er erreichte als Führer der kretischen Enosis-Bewegung 1897 die Autonomie der Insel Kreta. In einer Generalversammlung kretischer Revolutionäre wurde der Vorschlag der Westmächte, Kreta zu einem autonomen Staat zu machen, angenommen. Bis zur Ankunft des Generalgouverneurs übernahm ein kretisches Exekutivkomitee mit Eleftherios Venizelos die Verwaltung. Im Streit um die nationale Frage entlassen, setzte Venizelos sich an die Spitze der Opposition, die ab 1905 immer offener eine Vereinigung Kretas mit dem griechischen Festland forderte.

1910 wurde der Kreter von der Militär zum Premierminister berufen und gründete danach die fortschrittsorientierte "Liberale Partei", die bei Wahlen im gleichen Jahr die Mehrheit erhielt. Im November 1913, inzwischen griechischer Premierminister unter König Konstantin, erlebte er die Umsetzung seines Ziels, die Union Kretas mit Griechenland.

Die außenpolitischen Erfolge im Zuge der Balkankriege 1913 mit dem Anschluss Kretas an Griechenland und Verdoppelung des festländischen Staatsgebietes ließen ihn zu einem Verfechter der Megali Idea werden: ein Groß-Griechenland unter Einschluss Konstantinopels. An der Seite der Entente versuchte er dieses Ziel im 1. Weltkrieg zu erreichen. 1916 wurde von Venizelos eine Gegenregierung installiert und die Vertreibung von König Konstantin I. durch die Entente-Mächte 1917 befürwortet.


Auf den Versailler Konferenzen 1919 und 1920 erreichte Venizelos eine bedeutende Erweiterung des Staatsgebietes und eine Option auf Kleinasien. Aber der von ihm veranlasste Krieg gegen die Türken 1919-1920 endete in der kleinasiatische Katastrophe und mit dem Exodus der Griechen aus Kleinasien. Nach zehn Jahren als Premierminister verließ er 1920 nach verlorenen Wahlen Griechenland und zog nach Paris. Nach seiner Zeit im Exil kehrte der Kreter zu einer letzten Amtszeit von 1928 bis 1933 wieder in die Politik zurück und hatte einen großen Anteil an der Integration der Flüchtlinge aus der Türkei. 1933 war der Kreter wegen der schlechten Wirtschaftslage und der starken royalistischen Mächte gezwungen, zurückzutreten. Nach mehreren missglückten Attentaten auf ihn floh er 1935 nach Frankreich, wo er ein Jahr später in Paris verstarb.

Der neue Flughafen Athens trägt, ebenso wie viele Straßen und Plätze, seinen Namen, Abbildungen Venizelos' befanden und befinden sich in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens, wie z.B. auf der Rückseite der griechischen 50-Cent-Münze.

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Der Maler El Greco

El Greco ("Der Grieche"), wirklicher Name: Domenikos Theotocopoulos (* um 1541 in Phodele oder in Kandia (heute Heraklion) auf Kreta, † 6. April 1614 in Toledo) war ein spanischer Maler, Bildhauer und Architekt griechischer Herkunft und Hauptmeister des spanischen Manierismus.El Greco arbeitete seit etwa 1565 im Atelier von Tizian in Venedig, ließ sich von der Malerei Jacopo Bassanos und Tintorettos beeinflussen, ging 1570 nach Rom und weilte seit 1577 in Toledo, wo er Aufträge vor allem für den spanischen Hofadel ausführte und eine große Werkstatt unterhielt.

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Anmerkung: Der Geburtsort von El Greco ist unweit des Touristenortes Agia Pelagia. Sein Geburtshaus am Rand des Dorfes Fodele kann man besuchen. Es ist ein populäres Ausflugsziel für Touristen, die ein Auto (Mietwagen) besitzen. Vieles über den bekanntesten Maler aus Kreta findet man auch im Historischen Museum in Heraklion: mehr Infos hier. Unter anderem findet man in diesem Geschichtsmuseum von Kreta sein berühmtes Bild "Die Taufe von Jesus".


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